Mensch oder Maschine? Robo-Advisor versus klassische Finanzberatung

 


Vor allem zur Erhöhung der Liquidität einzelner Kontrakte wird nur eine begrenzte Auswahl an Basispreisen Strike und Laufzeiten angeboten. Hat man Modelle mit Vermittler, schimpfen die natürlich auch über jede zusätzliche Frage, denn die verhindert das Geschäft, weil der Kunde ja nur das nötigste angeben will. Ich will die Leute vom Tagesgeld in die Aktie bekommen. Wer ist die Zielgruppe?

Was ist das Produktversprechen der Robos?


Damit holen Sie sich natürlich auch die entsprechenden Schwankungen ins Depot. Der Fall "mit Coach": Sie bezahlen Ihrem Finanzcoach 2. Es geht Ihnen weniger um die Produktauswahl, sondern Sie suchen einen Sparringspartner, mit dem Sie Ihre Ideen ernsthaft und konstruktiv besprechen können.

Das vermindert Ihre Jahressparrate von 2. Im ersten Jahr zahlen Sie 2. Wie wirkt sich dieser Aderlass auf Ihr Vermögen aus? Wenn Ihr Finanzberater es schafft, Sie so einzustellen, dass Sie Ihre Risikotoleranz verdoppeln, hat er sich mehr als bezahlt gemacht.

Wenn man dieses Szenario mit günstigeren Zahlen durchspielt, kommt man nach 30 Jahren fast auf eine Verdoppelung des Vermögens. Und das nur, weil man sich mehr traut. Indem man sich zuerst ein bisschen traut, feststellt, dass man es überlebt hat, und sich daraufhin etwas mehr traut.

Ein Trainer beschleunigt den Prozess. Die meisten Anleger brauchen keinen Finanzberater, der ihnen irgendwelche Produkte heraussucht, sondern einen Mental-Coach.

Mein Robo wird von zwei Jährigen gegründet. Sie hat als ausgebildete Steuerberaterin die entsprechende Abteilung bei Apple geleitet. Er ist Volljurist, kennt die steuerlich relevanten Gesetze von Belize bis Belgien und hat für Amazon die Steuerströme gemanagt. Damit die Plattform gut zu bedienen ist, haben sich die beiden einen erfahrenen IT-Mann ins Boot geholt.

Entscheidend ist das Steuerthema. Der Hebel liegt in der Steuergestaltung und dem kreativen Ausschöpfen aller Möglichkeiten, die die Doppelbesteuerungsabkommen bieten. Normale ETFs kann ich selbst kaufen. Einen ETF steuerlich tunen kann ich nicht. Das können nur Profis mit langjähriger Erfahrung.

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Hi Finanzwesir, toller blog den ich seit kurzem verfolge. Wenn ich mir aber die Untersuchungen darüber angucke, geht es immer nur um das Markttiming, bei dem man versucht, bei hohen Kursen zu verkaufen und dann bei niedrigeren Kursen wieder einzusteigen.

Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn man versucht, einfach nur die Nachkäufe zu timen? Mit dem Ergebnis war ich immer sehr zufrieden, das kann aber auch am allgemeinen Bullenmarkt der letzten vier Jahre gelegen haben. Was dabei bisher passiert ist:. Ich brauche ein gewisses Markttiming für Nachkäufe also ganz einfach psychologisch, um mich mit meinen Nachkäufen wohl zu fühlen. Markttiming ist hier also einfach stressfreier für mich.

Und solange ich bei guten Kursen nichts verkaufe, habe ich auch nicht das Gefühl, dass dieses "Markttiming funktioniert nicht" überhaupt meinen Fall meint. Denn nicht jeder möchte auf die reichende Hand bzw. Wenn ich sehe, was für komplizierte Fragen von Lesern und Hörern kommen, die Du bei Robo Advisern einfach gar nicht hast, dann helfen mindern sie die Angst.

Deswegen haben Robo Adviser für mich definitiv eine Daseinsberechtigung - genau wie Honorarberater. Und wer sich Sicherheit erkaufen will, der soll sein Geld dafür ausgeben. Ist sinnvoller als das Geld den hungrigen Beraterbanken in den Rachen zu werfen. Das ist dann auch die Zielgruppe dieser neuen Art der Fintechs.

Aniong, Du hast genau meine Art des Market Timing beschrieben. Ich brauche das rein aus psychologischen Gründen. Verkaufen habe ich nicht vor. Einkaufen bei "günstigen" Gelegenheiten lässt mich als Champ fühlen. Ich achte nur darauf, dass ich im Jahr jedoch die Summe anlegen, welche ich mir vorgenommen habe. Im welchen Zeitraum ist nun, auf 30 Jahre gesehen, völlig egal - nur meiner "Schnäppchenjäger" Seele eben nicht.

Nochmals vielen Dank dafür. Müsste ich mich zwischen den hier vorgestellten Anbietern entscheiden, würde ich wohl zu Easyfolio greifen. Die "Robo-Advisors", die grad aktuell so am deutschen Markt sind, sind tatsächlich eigentlich relativ uninteressant. Was ist denn eigentlich deren tatsächlich erbrachte zusatz Leistung? Wow, was für ne Leistung, dafür brauchts den Advisor nun wirklich nicht.

Wie hier im Blog schon öfter beschrieben, kann man das Risiko also die Schwankungsbreite auch ganz einfach und kostenlos selbst über seinen Investitionsgrad steuern indem man einfach einen bestimmten Teil des Kapitals auf dem Tagesgeldkonto lässt Staatsanleihen bringen ja grad sowieso eh nicht mehr. Automatisches Rebalancing - das mach ich selbst nur einmal im Jahr und dauert maximal 10 Minuten von der Berechnung bis zur Ausführung.

Das ist keine "Arbeit" die ich nun unbedingt an einen Mittelsmann, der dafür noch seine Gebühren haben will, abgeben muss. Alles andere sind Sachen die auch stinknormale Online-Broker schon selbstverständlich anbieten. Ich meine, am Ende kommts doch nur auf die Frage an: An welche Zielgruppe richten sich diese Robo-Advisors? Achja, Herr Wesir, eine kleine Zwischenbemerkung zu etwas, was zwar weniger mit Robos zu tun hat, du aber auch angesprochen hast:. Markttiming aufgrund fundamentaler Bewertungskennzahlen, Markttiming aufgrund charttechnischer Signale, etc.

Es gibt eine Menge Studien zu verschiedensten Handelsstrategien, die "funktionieren". Hier zum Beispiel http: Ähnliche Handelsansätze und positive Ergebnisse gibt es z. Und das sind alles auch keine zappeligen Daytrading-Geschichten, sondern handeln nur ein paar mal im Jahr. Anstatt pauschal zu sagen "Markttiming funktioniert nicht" wäre es besser formuliert wenn man sagt "Die Mehrzahl der Privatanleger schafft es nicht, durch eigenes Handeln eine Überrendite ggü.

Das liegt aber daran, das die meisten Anleger eben KEINE konsequente Handelsstrategie verfolgen, sondern emotional handeln und da sind wir wieder im Feld Börsenpsychologie und auch nicht die Disziplin haben eine Strategie wirklich langfristig genug zu verfolgen um phasenweise Unterperformances durchzustehen.

Überrendite durch Auswahl von Assetklassen funktioniert nicht? Ist auch das etwas unglücklich formuliert, ansonsten widersprichst du dich selbst, denn Aktien was ja auch nur eine Assetklasse ist haben langfristig eine Überrendite ggü dem risikolosen Zins gebracht, wie du an anderen Stellen ja oft genug richtigerweise betonst.

Und Stockpicking funktionert nicht? Das ist auch wieder Definitionssache. Stockpicking ist nicht nur lari fari blind Aktien auswählen. Eine konsequente Unternehmensauswahl aufgrund von stringenten Kriterien z. Genauso gibt es darüber hinaus auch noch andere "Stockpicking"-Ansätze quality, volatility, momentum, size, etc.

Und es ist sicher gut, gerade die Anfänger vom hektischen hin-und-her traden abzuhalten, und ihnen zu sagen dass sie nicht z. Zumindest beschäftige dich doch etwas mit ihnen, um eine konkrete, qualifizierte Kritik zu bringen, warum zum Beispiel eine Value-Strategie in der Zukunft keine langfristigen Überrenditen mehr bringen würde bzw. Vom grundsätzlichen Ansatz hast du bei deinen Behauptungen mit Sicherheit Recht.

Auf jedenfall, wenn man sie unter deiner relativ kurzen Anlagedauer betrachtet. Die Wissenschaft ist sich allgemein einig, dass es absolut egalisiert wird, wann und zu welchen Kursen du deine ETFs kaufts, wenn:. On topic, Ich bin der Ansicht, dass die Produkte schon eine Daseinsberechtigung haben. Allerdings sind Sie wirklich nur für Anleger-Neulinge top. Ich finde es ist mal wieder ein Versuch der Finanzbranche an den ETFs wenigstens ein wenig zu verdienen: Wer sich ein wenig schlau gemacht hat und versteht was da mit seinem Geld passiert, der bekommt das Ganze selbst viel individualisierter und günstiger hin.

Wer von der Materie keine Ahnung hat und einfach sein Geld in eine Blackbox steckt, der wird beim ersten Kursknick Panik schieben und verkaufen, eben weil er gar nicht versteht in was er da eigentlich investiert. Bliebe also ein informierter Anleger, der den Aufwand von Portfoliozusammenstellung samt Rebalancing abgeben und nur noch in einen Topf einzahlen möchte. Die Wissenschaft ist sich allgemein einig, dass es absolut egalisiert wird, wann und zu welchen Kursen du deine ETFs kaufts. Ja, und deshalb mach ich das auch oft so wie von Aniong beschrieben: Beim Kaufen versuchen einen günstigen Zeitpunkt zu erwischen, also klassisch den Markt zu timen, dann aber buy-and-hold und gar nicht erst versuchen, einen günstigen Verkaufszeitpunkt zu erwischen.

Wir sind eine arbeitsteilige Welt. Ich lege mein Vermögen lieber in die Hand eienr institutionellen Vermögensveraltung. Habe da klare Absprachen und verstehe einfach, was die für mich tun: Renditejagd ist lächerlich, denn der Markt macht Rendite. Dass ist so, als wollte ich Einfluss auf Ebbe und Flut nehmen.

Klar kann ich im Meer schwimmen - zumindest eine Weile lang. Aber hoffentlich kommt kein Sturm oder keine Strömung. Da bin ich lieber in meinem Luxusliner Vermögensverwaltung. Ja, der schwankt auch ein wenig, ist aber Krisen- und Strömungssicher: Bis auf ein paar Schrauber - kein Mensch. Ist aber auch sau-kompliziert. In die investierst Du monatlich eine feste Rate und fertig ist die Laube. Mehr als das Doppelte solltest Du dann nicht in Aktien investieren.

Die behaupten das auch zu können und haben die gleichen Vehikel zur Verfügung. Die Realität sieht traurig aus. Hallo Christoph, da ist die Zwischenbemerkung ja länger als der Kommentar zur Sache ;- Das finde ich wunderbar. Du hast grundsätzlich recht, ich hätte das genauer fassen können. Mach' ich aber nicht, auch in Zukunft nicht. Genaz einfach, wenn ich das so apodiktisch schreibe und ein Anfänger hält sich dran, was passiert dann?

Ich will die Leute vom Tagesgeld in die Aktie bekommen. Gerne auch nur mit einem kleinen Anteil und gerne auch nur mit der Marktperformance also möglichst geringe Kosten. Für Menschen wie Dich schreibe ich nicht. Du brauchst mich nicht. Solche Leser wie Du oder auch Dummerchen schreiben diese wunderbaren Kommentare. Die brauche ich, die brauchen wir. Jemand liest meinen Artikel, findet ihn gut und plausibel.

Dann arbeitet er sich durch die Kommentare und liest Deinen. Auch vernünftig und plausibel vorgetragen. Der Leser, die Leserin fängt an nachzudenken und sich zu überlegen: Wie stehe ich dazu. Mission erfüllt, mehr will ich gar nicht erreichen. Was Deine Anmerkung zu den Strategien angeht: Wenn ich sie dann am Haken habe, gibt es welche, die zufrieden damit sind. Andere werden abenteuerlustig, fangen an sich mit den entsprechenden Strategien zu beschäftigen und schreiben einen: Ob sie dann auf die Langstrecke gehen, sprinten oder Hürdenläufer werden, geht mich nix mehr an.

Man muss auch mal loslassen können ;-. Nochmals Danke für den langen Kommentar. Ich werde weiterhin plakativ bleiben, um mir diese Kommentare zu sichern ;-. Dann macht es doch so. Hauptsache es bleibt im Rahmen. Mittelt sich sowieso aus. Man ist nicht immer der Champ, mal greift man auch daneben. Wichtig ist nur, dass man stolz auf sich und sein Depot ist. Finanzrocker Du bist ja ein Marketingfuchs. Wie bei den Wrestlern schön die Gegensätze hochstilisieren um den Podcast zu befeuern ;-.

Volkmar Einspruch Euer Ehren. Wir sind nicht mit der christlichen Seefahrt unterwegs, sondern auf mit der "Rendite" in den Untiefen der Finanzsee. Wer sagt Dir, dass der Käpt'n nicht total zugekokst auf der Brücke steht und von einem Haufen Nutten "abgelenkt " wird.

Alles in allem lässt es sich wieder einfach mal auf den Punkt bringen: Informiere dich und mach' es selbst, bevor andere dir Helfen - dein Geld loszuwerden: Auf dem Blog von Vomitorium gibt es hierzu diesen Artikel: Wir freuen uns über Eure Beiträge zu diesem Artikel und wollten uns kurz die Zeit nehmen, unseren Risikomanagement-Ansatz besser zu erklären, da es vermutlich aufgrund der Kürze des Beitrags nicht komplett klar werden konnte, inwiefern sich dieser von dem unterscheidet, was ein Privatanleger umsetzen kann.

Mehr Details dazu findet Ihr bei Interesse hier: Das Ganze basiert auf einer laufenden Risikoprojektion, die aus Tausenden von sogenannten Monte-Carlo-Simulationen besteht und die für jedes Portfolio auf Basis aktueller Risikodaten zu den einzelnen Anlageklassen berechnet werden.

Diese Technologie basiert auf neuesten Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung zum Thema empirisch nachweisbarer Zusammenhänge und erfordert einiges an Datenbearbeitungskapazität sowie einen sorgfältig parametrisierten Algorithmus.

Mit einem Blick in die Kristallkugel hat das nichts zu tun, denn wir behaupten nicht, dass wir die künftige Wertentwicklung einzelner Aktien vorhersagen könnten.

Wir nutzen aber die empirisch gut belegte Tatsache, dass Risiken sich kurzfristig sehr gut vorhersagen lassen siehe auch https: Wir sind uns sicher, dass unser Service von einem "DIY-Investor" nicht repliziert werden kann, denn die von uns angewandte Technologie war aufgrund ihrer Komplexität, der Datenanforderungen und der Rechenintensität für die Erstellung der Simulationsrechnungen in der Vergangenheit nur institutionellen Investoren zugänglich.

Hinzu kommt die sorgfältige und arbeitsintensive Auswahl und laufende Überprüfung des ETF-Portfolios hinsichtlich Kriterien wie Kosten oder Liquidität - hier suchen wir aus einem Universum von 1. Unser Ansatz des laufenden Monitorings und der damit einhergehenden Umschichtungen kann dagegen helfen, mehr Transparenz darüber zu schaffen, welche Portfoliozusammensetzung mit welchem Verlustrisiko einhergeht und genau das Verlustrisiko zu wählen, mit dem man sich auch kurzfristig komfortabel fühlt.

Natürlich können auch wir kein maximales Verlustniveau garantieren: Auf unserer Risikoseite finden sich ausführliche Hinweise: Übrigens ist unser Ansatz fundamental anders als das, was oft als "Rebalancing" bezeichnet wird: Wir passen unsere Investorenportfolios auf Basis unserer Risikoprojektionen an, ohne mit statischen Gewichten zu hantieren.

Es geht also darum, das aktuelle Verlustrisiko zu verstehen und auf genau dieser Basis dynamisch Anpassungen vorzunehmen, anstatt dogmatisch an fixen Gewichten festzuhalten. Auch mit einem simplen Einstellen von "Stop-Loss-Orders" für das eigene Portfolio kann man unseren Ansatz nicht vergleichen, denn das kann jeder Anleger in der Tat ganz einfach selbst machen.

Aber dabei werden schlichtweg Verluste realisiert, sobald sie eintreten. Bei unserem Ansatz geht es dagegen darum, auf Basis der aktuellen Marktsituation und des aktuellen Risikos bestimmter Anlageklassen bereits abzuschätzen, wie volatil die Märkte in den nächsten Tagen und Wochen sein werden und daher Umschichtungen antizipativ vorzunehmen. Wie oben erwähnt, ist das kein Blick in die Kristallkugel, sondern erfolgt auf Basis empirisch validierter Modelle, da Risiken im Unterschied zu Renditen korreliert sind.

Es geht also nicht um Verkäufe von Wertpapieren, sobald eine bestimmte Verlustschwelle überschritten wurde, sondern um eine Abschätzung künftiger Verlustwahrscheinlichkeiten und daher einer zukunftsorientierten Anpassung. Zudem schichten wir Portfolios auch dann um, wenn sie auf Basis der Risikoprojektion zu konservativ erscheinen - denn dann gibt man unnötig Renditepotenzial auf. Wie vom Finanzwesir richtig gesagt, bringt langfristig nur höheres Risiko auch höhere Renditen. Auch eine solche Umschichtung zur Vermeidung eines zu konservativen Portfolios kann eine Stop-Loss-Order natürlich nicht gewährleisten.

Wir freuen uns über jeden, der sich unser Konzept auf unserer Website genauer anschaut, denn dann sollte schnell klar werden, was der einzigartige Mehrwert unserer Technologie ist. Auch bei uns gibt es keine Kapitalgarantie! Das glaube ich gern. Meine Frage ist nur: Muss er das denn überhaupt? Geht das nicht auch einfacher. Was nicht da ist, kann auch nicht kaputtgehen. Blöd nur, wenn eine sich der Zukunften mit Orks und Feuersbrünsten materialisiert. Diese Zukünfte sind ja wie Münzwürfe.

Jeder Münzwurf ist unabhängig vom seinem Vorgänger. Nur weil etwas unwahrscheinlich ist, ist es noch lange nicht unmöglich. Das funktioniert aber nur, wenn die Schwankungen soweit im Rahmen bleiben. Wenn das Geschäft ruhig läuft, kann man Prognosen wagen, die dann auch recht gut zutreffen werden. Die seltenen Ereignisse sind per Definition nicht vorhersehbar. Sonst wären sie keine seltenen und überraschenden Ereignisse, sondern nur starke Schwankungen. Dagegen kann auch ein Algorithmus nicht an.

Das sind dann immer die Tage an denen sie in der Tagesschau sagen: Das ist auch mein Hauptkritikpunkt: Auf der Psycho-Ebene haben die Robos nichts zu bieten. Dazu stehe ich mehr denn, denn ich habe auf dem Finanzbarcamp eine Session von Joachim Goldberg gehört. Unglaublich, was für Abgründe sich da auftun. Ich bin mehr denn je davon überzeugt: Die Produktauswahl ist nicht unwichtig, aber es ist die mentale Stärke die über Wohl und Wehe entscheidet. Da haben die Robos nichts zu bieten.

Und wie hilft mir da ein Robo? Volle Kraft voraus und habe die entsprechenden Schwankungen im Depot. Dann stelle ich fest: Auch Scalable kann erst reagieren, wenn ich sage: Wenn die Börse auf Talfahrt war, kann Scalable das auch nicht mehr ändern. Ich sehe hier keinen grundsätzlichen Unterschied zu einem selbstverwalteten Depot. Ihr schichtet täglich um? Mich überzeugt das Konzept nach wie vor nicht. Zuviel Glaskugel und Dr. Der Scalable-Kommentar war einer der eloquentesten, die ich je im Blog gehabt habe.

Wenn etwas zu sehr nach St. Vielleicht sitze ich auch in 30 Jahren hier und denke "verdammt, hätte ich dochmal darein oder hierhin investiert". Die Vergangenheit der aktiven Investment Vehicles deutet allerdings darauf hin, dass ich mit meinem passiven Ansatz ganz gut liegen werde: Allerdings bin ich mir auch nicht sicher ob der typische Kunde von Scalable hier in diesem o. Na, da habt Ihr aber jetzt die Marketing-Keule ausgepackt - Respekt!

Mal schauen, ob ich alles soweit kapiert habe. Logisch, irgendwann muss der Algorithmus ja ein Ergebnis rausspucken. Liefe der jeweils 24h, wüsste man einen Tag zu spät, was zu tun gewesen wäre.

Das ist in meinen Augen bis hierhin auch das, was jeder Daytrader mit irgendwelchen Regeln anstellt. Es gibt fixe Regeln und stur danach wird entschieden. Jetzt wird es für mich spannend. So sagt ihr https: Nicht die Kurse lassen sich vorhersagen, aber die Risiken. Was ist denn dann das "Risiko"? Dass der Kurs fallen könnte, vielleicht? Dass die Kurse steigen könnten, empfinde ich nicht als "Risiko", eher als "Chance".

Schwankt es also im Oktober ganz dolle, so wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im November so sein. War gestern ordentlich was los, wird's heute bestimmt auch so sein.

Kann ich mir ganz gut vorstellen. Mal ist nix los an der Börse und dann wogen die Wellen. Aber woher um alles in der Welt wollt ihr a-priori wissen, dass Volatilität etwas negatives bedeutet. Bloss weil es im Oktober ganz doll geschwankt hat nach oben und nach unten und vielleicht in der Tendenz sogar mehr nach oben , braucht man doch kein Geld von Aktien in Anleihen umschichten.

Schon der alte Kostolany wusste: Also damit überzeugt ihr mich nicht. Das liegt aber wahrscheinlich an mir, denn ihr zielt ja auf Kunden ab, die nicht so dolle Schwankungen haben wollen. Trotzdem wollen die Kunden aber an den tollen Möglichkeiten der Börsen partizipieren. Sorry, aber spätestens da klingen bei mir die Alarmglocken.

Und dafür braucht man dieses ganze Algorithmen-Gedöns? Ich erkenne es immer noch nicht: Raus aus den Aktien, sobald Schwankungen eine bestimmte Schwelle überschreiten und erst wieder einsteigen, wenn's lange genug ruhig war?

Im Backtesting kann man da bestimmt ganz tolle Parameter finden, für die das prima geklappt hat, aber wie stabil sind solche Parameter? Und was mich auch irritiert: Was genau unterscheidet Euch denn von den Betreibern von Mischfonds?

Die wählen ja mitunter auch ETFs als Anlagevehikel aus und schichten immer schön um und im Gros sieht's bei denen leider auch nicht wirklich goldig aus. Ein- und Ausstiegtiming so wie ihr es ja quasi auch betreibt klappt bei denen nicht. Haben die nicht die nötige Rechenpower an Bord oder den richtigen Algorithmus gefunden? Erik Podzuweit, Mitgründer Scalable Capital sagt am Grundsätzlich denke ich, dass wir bei sehr vielen Themen absolut der gleichen Meinung sind, wir es aber noch nicht geschafft haben klarzumachen, was wir genau machen und warum.

Nein, das ist zumindest nicht unsere Zielkundschaft. Wir bieten Vermögensverwaltung für Kunden die ihr Geld nicht selber managen wollen evtl. Wer selber machen kann und will und idealerweise noch Eier aus Stahl hat und jegliche Marktschwankungen abwettern kann, der braucht kaum Hilfe beim Investieren. Wer es als Leser bis auf diesen Blog geschafft hat, der gehört doch leider zu einer beneidenswerten Minderheit.

Die meisten Menschen, die Geld am Kapitalmarkt anlegen wollen, haben doch bis auf die Vertriebsmaschinerie der Industrie oder das Nichtstun keine guten Alternativen wenn sie nicht selber managen wollen.

Es ist mir überlassen, diese Ratschläge oder mehrere Ratschläge. Der Begriff Robo-Advisor ist irreführend. Denn genau darum geht es, um das Investment Management — zu Deutsch: Ein Berater hat keine Pflicht, die Anlageempfehlung oder das Kundendepot laufend zu überprüfen.

Die Entscheidung, die Empfehlung des Beraters umzusetzen, muss der Kunde immer selbst treffen. Der Kunde muss für jede Transaktion selbst tätig werden und unter Umständen weiteren Rat einholen.

Bei der Vermögensverwaltung VV ist dies gänzlich anders. Er nimmt dem Kunden also die Arbeit ab. Die Vermögensverwaltung ist zudem ein sehr elitäres Produkt und wird in der Regel erst ab einem frei verfügbaren Geldbetrag von k EUR angeboten. Scalable Capital unterscheidet sich hier, wir sind der einzige banken-unabhängige Online-Vermögensverwalter in Deutschland.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Risikomanagmentansatzes ist, die Kunden in turbulenten Marktphasen nicht alleine zu lassen, sondern das Risiko ihres Portfolios zu kontrollieren. Die kann keiner vorhersagen, obwohl die meiste Zeit und Energie an den Finanzmärkten darauf verwendet wird. Eine Rendite von z. Anders jedoch bei Risiken. Risiken sind keine unabhängigen Münzwürfe, anders als Renditen korrelieren sie miteinander und treten in Clustern auf, d.

Das lässt sich empirisch nachweisen, in allen Anlageklassen zeigt sich dieses Verhalten. Ich habe dazu zwei gute Charts, wie kann ich die hier posten? Es geht nicht darum, keine negativen Wertentwicklungen zuzulassen, die musst Du eingehen wenn Du eine Rendite über dem sicheren Zins erlangen möchtest.

Es geht darum, festzulegen wieviel Risiko Du eingehen willst. Wir sehen Risiko als Deine Währung, um langfristige Performance einzukaufen. Nur ob Du hohes oder niedriges Risiko eingehen willst soll Dir überlassen sein und zu Deiner Risikotoleranz passen. Die am Markt vertriebenen Lösungen erlauben es dem Kunden nicht zu verstehen, wieviel Risiko er überhaupt eingeht. Kann ich beim moderaten Portfolio nur die Hälfte verlieren?

Dieses Risiko sind wir bestrebt einzuhalten. Wir überwachen täglich und beabsichtigen einmal wöchentlich zu Handeln, um die Risikovorgaben einzuhalten und gleichzeitig die Tranksaktionskosten unter Kontrolle zu halten. Erik Podzuweit, Mitgründer von Scalable Capital sagt am Denn die Vola ist die über positive und negative Kursschwankungen gemittelte Streubreite. Eine derartige Mittelung ist jedoch nur angebracht, wenn sich positive und negative Renditen spiegelbildlich verhalten.

Doch in der realen Finanzwelt sind Renditen weder symmetrisch noch normalverteilt. Negative Kursausschläge sind meist extremer als positive und treten wesentlich häufiger auf als es die Normalverteilung zulässt. Dadurch werden Verlustpotenziale bei der Verwendung von Volatilität systematisch unter- und Gewinnpotenziale überschätzt.

Deshalb konzentrieren wir uns bei Scalable Capital explizit auf Verlustrisiken und nicht einfach Schwankungsrisiken. Kein Problem, man bekommt ja besonders im Finanzbereich viel erzählt wenn der Tag lang ist. Da ist es vernünftig zweimal hinzuschauen. Grundsätzlich können wir das Risiko eines Investments in zwei Komponenten zerlegen: Asset-Klassen mit einem hohen Basisrisiko liefern langfristig durchweg höhere Renditen z.

Es besteht also langfristig ein positiver Zusammenhang zwischen Basisrisiko und Rendite. Beim Überschussrisiko ist die Tendenz allerdings genau entgegengesetzt: Phasen mit hohem Überschussrisiko gehen eher mit einer schwachen Renditeentwicklung einher und umgekehrt. Gutes Risikomanagement muss beide Komponenten in Einklang bringen. Unsere Anlagestrategie zielt zunächst darauf ab, jedes Portfolio in dem vom Kunden festgelegten Risikokorridor zu halten.

Dazu werden ETFs, die verschiedene, breite Assetklassen abbilden mit geeigneten Basisrisiken kombiniert. Zeigen unsere Risikoprojektionen aufgrund von Änderungen in den Überschussrisiken oder des Zusammenwirkens der ETFs eine drohende Verletzung des Korridors an, werden die Portfoliogewichte entsprechend angepasst.

In risikoarmen Marktphasen wird hingegen in ETFs mit höheren Basisrisiken umgeschichtet, um so zusätzliches Renditepotenzial auszuschöpfen. All das wirkt sich im Mittel positiv auf die Performance aus.

Zudem verringert die Risikosteuerung das Risiko, dass Anleger in schwierigen Marktphasen entnervt aussteigen und sich wieder auf Sparbuchzinsen beschränken. Wir betreiben rein quantitatives Management. Umschichtungen erfolgen somit nicht aufgrund von subjektiven Meinungen zu vermeintlich günstigen Ein- und Ausstiegszeitpunkten sondern sind Folge einer Abweichung von dem gewählten Portfoliorisiko wir werden aktiv wenn Dein VaR droht nach oben oder unten verletzt zu werden.

Ich habe es mir hier beim Antworten etwas einfach gemacht und Teile des Interviews mit unserem Mitgründer Prof. Bei Interesse hier das vollständige Interview: Insbesondere zum springenden Punkt Nr. Kurse sind ein Random Walk, Risiken nicht — diese haben eine Struktur und nachweisbare temporale Abhängigkeit. Zu den Kosten habe ich eine Frage an Dich: Ich frage deshalb, weil ich beim Betrachten der von vielen Banken erhobenen Gebühren verwundert war.

Bei vielen zahlt man gerne auch mal 1,,00 Euro oder mehr. Bei uns sind monatliche Einzahlungen kostenlos. Erstmal Danke für den Kommentar und das ihr euch der direkten Kritik hier stellt. Gut, also schau ich mir mal euer Konzept mal genauer an: Aus folgendem Anlage-Universum https: Die Allokation wird dann ständig überwacht und ca. Aber ob ich nun zu eurer Zielgruppe gehöre, na mal sehen. Das kriegt jeder, der sich mal ein bischen damit beschäftigt, auch noch selbst hin.

Kann ja sein, das ihr dazu noch irgendne ganz tolle "secret sauce" verwendet, die nicht so leicht replizierbar ist, aber wenn ihr mir das schon mit Stichworten wie "besondere Komplexität" verkaufen wollt, schreckt mich das eher ab weil sich dahinter oft nur besondere Fragilität verbirgt. Reizt mich leider weniger, da ich aus eigener Erfahrung im Erstellen und Testen von Handelsprogrammen und Portfolio-Optimizern sagen kann "Traue keinem Roboter, den du nicht selbst programmiert hast!

Mich würden ja mal wenigstens genauere Daten zur Transaktionshistorie eurer Portfoliomodelle interessieren. Eure Allokations-Grafik geht bis ins Jahr zurück da viele der benutzten ETFs noch nicht existierten, nehme ich mal an hier wurde mit Index-Daten simuliert?

Wie wärs wenn ihr mal ein paar Equity Kurven mit veröffentlicht oder würde das zu sehr eurem Ansatz "wir versprechen keine Rendite aus der Vergangenheit" widersprichen? Klar, eure Webseite ist zielgruppengerecht schön web2. Das ist noch nichmal eine Kritik, im Gegenteil, solche Informationen können euch ja helfen besser Kunden zu überzeugen.

Value-at-Risk ist nicht unbedingt eine neue, esoterische Metrik, sondern wird in der Finanzwelt schon lange und oft benutzt. Allerdings ist auch sie, wie alles, nicht all-erklärend und komplett frei von Kritik. Gerade der von dir gern zitierte Herr Taleb bemängelt, das sie in der Praxis oft falsch benutzt wird, und sich niemand auf sie als alleiniges Risikomanagement verlassen sollte.

Nur weil mit z. Wer Value-at-Risk einfach naiv mit Maximum Drawdown verwechselt und am besten noch dementsprechend hochhebelt , wird früher oder später sein blaues Wunder erleben. Auch Scalable muss ja in den Risikohinweisen kleingedruckt zugestehen, dass mögliche Verluste die VaR-Grenze übersteigen können, damit auch ja keiner hinterher verklagt wird.

Gerade im amerikanischen Raum gibt es ja auch einige Blogs die Musterporfolios nach ähnlichem Prinzip betreiben, da kannst du auch die aktuellen Live-Renditen solcher Ansätze nachverfolgen. Ein paar Missverständnisse vielleicht abbauen, gerne, aber die Werbung überlass ich lieber den Anbietern die damit Geld verdienen wollen, und ja da könnte Scalable sicher noch etwas nachbessern, denn selbst ich der dem Konzept zumindest ja nicht ganz grundlegend ablehnend gegenübersteht bin noch nicht interessiert, die Extragebühr zu berappen nur um mein Kapital von einer Blackbox hin und her schieben zu lassen.

Value-at-Risk ist schon etwas leicht anderes und nicht einfach mit Volatilität gleichzusetzen. VaR hat, wie ich oben gesagt hatte, natürlich auch seine eigenen Probleme bei Google kann man dazu sowieso noch viel eloquentere Erklärungen finden, wenns einen wirklich interessiert , aber es passiert schon mehr als eben nur die Assets nach möglichst niedrigen Schwankungen zu gewichten wobei selbst solche naiven Risk Parity-Ansätze auch für manche Zwecke ihre Berechtigung haben.

Auch wenn es hier wieder nur um die reine Volatilität statt VaR geht, muss ich sagen dass es doch schon empirisch belegt ist, das steigende Volatilität besonders mit fallenden Aktienkursen zusammenhängt.

In Phasen, wo der Vix ruhig dahindümpelt, sind die Aktien meist brav am steigen. Steigt der Vix hingegen stark an, ist das meist mit einem Aktieneinbruch verbunden. Genaueres dazu zb hier: Egal, aber das es selbst bei reinen Aktien einen historisch bewiesenen "Low Volatility Faktor" kurzgesagt, schwankungsarme Aktien entwickeln sich langfristig besser als schwankungsstarke gibt, wurde hier im Blog in einigen Kommentaren auch von mir schon angesprochen, die entsprechenden Studien und Index-Vergleiche kann man sich leicht ergoogeln.

Ja, das steht erstmal scheinbar im Widerspruch zum allgemeinen "Finanz-Gesetz", das besagt das mehr Rendite immer nur mit mehr Risiko einhergehend zu erreichen ist, aber wie gesagt, deswegen werden solche Faktoren ja auch als "Anomalie" bezeichnet. Aber natürlich, wie bei allem, vertrau auch hier nicht einfach irgendjemandem, sondern lieber auf deine Alarm-Glocken ich nenne es bei mir den Bullshit-Detektor.

Um denen sein Geld anzuvertrauen, sollte man das dahinterstehende Konzept schon wirklich durchgehend verstanden haben, und da haben die bisherigen Anbieter noch wirklich zuwenig Mehrwert demonstriert.

Der Hinweis auf den Vergleich mit Mischfonds ist dabei goldrichtig, die machen wenn sie "dynamic" oder "unconstrained" sind und nicht starren Min-Max Investitionsmandaten unterliegen ja im Grunde auch nichts anderes als aufgrund irgendwelcher algobasierter Bewertungsmodelle die Assets hin und her schichten, und die Mehrzahl von denen schneidet dabei auch nicht besser als ein simpler ETF-Benchmark ab.

Ob Scalable das besser macht, kann ich nicht beurteilen, und das sie auf ihrer Webseite nicht die Daten bereitstellen, die eigentlich nötig wären um das beurteilen zu können kann mir ja keiner erzählen dass sie ihre Algos nicht ausgiebig gebacktestet haben ist schonmal nicht gerade als unbedingt positiv anzusehen.

Christoph der mit den GmbHs sagt am Wow, da ist wirklich Dr. Ich werde mir wohl die Arbeit von Robert Engle einmal genauer anschauen müssen um an dieser Stelle besser informiert zu sein. Ich investiere zur Zeit ca Dazu kommt das Glück, dass ich meine beiden Favoriten bei der Ing Diba als Aktionsetfs kostenlos kaufen kann.

Einzig und alleine die Zukunft wird darüber Entscheiden wer jetzt wie gut war: Ich bin auf jedenfall schon gespannt. Franz Linner, verantwortlich für fintego sagt am Ich freue mich jede Woche auf den Newsletter und habe seit Monaten schon darauf gewartet bis es auch mal mein Thema erwischt.

So, jetzt ist es endlich soweit und ich stelle mich natürlich auch der Diskussion. Sie haben alle recht mit dem was Sie schreiben.

Sie alle hier haben diese Meinungsbildung für sich schon geschafft bzw. Für Sie wären andere Lösungen nicht das richtige. Aber viele Leute sind nicht soweit. Daher sollte man auch nicht diskutieren, ob Robo-Advise-Produkte richtig oder falsch sind, sondern man muss darüber sprechen, ob die Produkte für die normalen Anleger taugen.

Viele Menschen haben kein Vertrauen in die Aktienmärkte. Das kann an der generellen Einstellung liegen oder daran, dass sie sich in den letzten Jahren in irgendeiner Form die Finger mit Aktien z. T-Aktie, Neuer Markt, etc. Die Zinsen sind historisch niedrig und die Inflation führt zum realen Geldverlust z. Und das wird vermutlich noch eine schöne lange Zeit so bleiben.

Das verstehen die Leute zwar, aber am Ende hört man immer wieder denselben Satz: Inflation mag schon sein, dann gehe ich eben ein paarmal weniger zum Pizzaessen aber ich habe nichts mit Aktien verzockt und mein Geld ist noch da. Dass das ökonomischer Blödsinn ist wissen wir alle, aber so ist die Realität und diese Menschen muss man überzeugen, dass sie bei ihrer Kapitalanlage etwas tun müssen. Da gibt es dann viele Wege, einer davon sind die angebotenen Robo-Advise-Lösungen.

Diese sprechen aus meiner Sicht Leute an, die schon etwas selbstbewusster bei der Kapitalanlage sind und sich auch gerne mal selber informieren. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass ich persönlich nur etwas von Robo-Advice-Lösungen halte, die in Form einer standardisierten Fondsvermögensverwaltung umgesetzt werden. Das mag sein, der Bogen ist aber auch eine Absicherung für den Kunden. Im Ernstfall wird ihm auch gesagt, dass das Produkt nicht für ihn geeignet ist und es kommt nicht zum Abschluss.

Auch die Festlegung von Verlustschwellen ist ein Sicherheitsaspekt für den Anleger. Das jährliche Reporting wurde auch schon angesprochen. Ja, jede depotführende Stelle muss das liefern. Bei der echten Vermögensverwaltung ist das aber wesentlich ausführlicher und kommt auch mindestens halbjährlich. Wem das nicht reicht und dann noch Fragen hat, der kann zumindest bei uns immer anrufen und mit dem Service oder mit mir oder einem meiner Mitarbeiter sprechen.

Wer langfristig investieren will und dabei nicht am Kapitalmarkt anlegt, begeht einen Fehler. Für die Kapitalanlage gibt es viele Möglichkeiten. Neben do it yourself sind auch Robo-Adviser eine von vielen Lösungen. Jede Variante hat ihre Daseinsberechtigung, je nach Anlegertyp der dahinter steht. Ja, ich glaube auch, dass Ihr dem interessierten Anleger etwas klarer machen müsst, warum er in Euch investieren soll.

Da gibt es wohl auch tatsächlich einen Mehrwert des Anbieters durch das Ausnutzen steuerlicher Spielräume "Tax Harvesting". Steuernsparen kapiert jeder Depp - na, ja, in D wird das sogar etwas übertrieben hoch in der Bedeutung für einen Anlageerfolg eingestuft. Dass das Volatilitäts-Korrelations-Modell nur einen Mehrwert hat, wenn eine hohe Vola vermehrt bei fallenden Märkten auftritt, erschlagt ihr in einem!? Chris weist in seinem Kommentar ja nochmal darauf hin und ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Korrelationen gibt.

Und sei es nur in der verlinkten Unter-Unterseite für Freaks wie uns hier, die bei Begriffen wie Korrelation, Volatilität, Varianz, Standardabweichung oder VaR nicht gleich schreiend aus dem Raum rennen. Dass Mischfonds nicht mit Eurem Ansatz zu vergleichen sind, finde ich übrigens nicht ganz einleuchtend. Mischfonds-Manager dürfen mitunter den kompletten Markt abdecken und könnten zumindest auch ETFs verwenden.

Insbesondere letztere sagen doch ähnliches über sich: Ich mache das nur ganz selten, da die meisten Blogs auf denen Leute anonym diskutieren können schnell unsachlich werden. Hier ist die Qualität aber meist sehr hoch.

Stimme Dir zu und möchte hier von der Community auch nicht falsch verstanden werden: Man muss aber gute Nerven haben und sich um die eingegangenen Risiken nicht viel scheren.

Aktives Anfassen des Portfolios ist in den meisten Fällen nur teuer und oft schädlich. ABER man kann empirische Erkenntnisse der Risikoforschung zur Steuerung der Portfoliorisiken in einem bestimmten Umfang einsetzten und am besten geschieht dies mit Hilfe von Technologie, d. Ja ehrlich, ein gleichwertiges Investmentmodell zu coden ist wirklich sehr aufwendig.

Ich gebe Dir mal ein paar Daten und hoffe das kommt nicht zu angeberisch rüber: Wir bauen seit fast einem Jahr an dem Modell und haben es jetzt marktreif. Unsere Entwickler kommen u.

Selber nachbauen ist also nicht unmöglich, aber teuer. Ganz wichtig ist mir jedoch: Wir wollen mit einem empirisch fundierten Konzept und mit Verwendung von Technologie eine professionelle Geldanlage für den langfristigen Vermögensaufbau bieten.

Nur hat der Privatinvestor dazu keinen Zugang. Wir wollen institutionelles Investment Management Privatinvestoren zugänglich machen und das zu geringeren Kosten als üblich. Zur Klarstellung und als Risikohinweis: Idiosynkratrische Risiken können natürlich nicht modelliert werden, Terrorattacken und andere Schocks sind nicht prognostizierbar. Wir erlauben dann zwar auch kurzfristig hohe Cash-Positionen aber die ersten Hits nimmt das Portfolio mit.

Hier posten kann ich ihn leider nicht ;- Aber hier mein Angebot: Backtests, die auf Simulationen beruhen dürfen nicht gezeigt werden, das verbietet der Regulator. Nur Backtests mit statischen Portfoliozusammensetzungen sind gestattet. Das ist auch richtig so, denn es kann viel Schwindel mit dem Zeigen von und Werben mit simulierten Handelsstrategien betrieben werden. Für unsere hausinternen Backtests zum Bestimmen der Parameter verwenden wir deshalb sogenannte Out-of-Sample Tests, um uns nicht selbst zu beschummeln und nicht ein Modell zu verwenden, welches auf einen bestimmten Zeitraum und ein bestimmtes Anlageuniversum ausgerichtet ist.

Deinen Hinweis nehme ich sehr ernst und wir werden ihn umsetzten. Wir wollten eh in den nächsten Wochen umfangreicheres Material auf unserer Webseite publizieren, inklusive eines wissenschaftlichen Whitepapers.

Und auch an Dich und andere Blog-Besucher das Angebot: Wir haben besten Automatenkaffee und natürlich stereotypische Club Mate anzubieten. Vielleicht bin ich trotz Ihrer ausführlichen Antworten einfach zu blöd, aber ich habe weder Ihre Technik noch Ihren Algorithmus so richtig durchschauen können. Anders geht es mir da bei klassischen Indexfonds.

Besonders die, die so busy sind. Ich brauche eine Vermögensverwaltung, Scalable ist gut, Haken dran, fertig. Wie bestimmt Ihr die Risikotragfähigkeit? Mit diesen putzigen Fragen, die man auf den Web-Sites der Robos findet? Da kann sich doch keiner etwas drunter vorstellen. Wie macht Ihr Euren Kunden die abstrakte Risikokennzahl bildlich kar?

Wie kann man überhaupt für sich selbst seriös festlegen, welches Risiko man bereit ist zu tragen, wenn man sich nicht mit der Sache beschäftigt hat frage ich mich. Für Euch bedeutet das: Kunden werden schneller unruhig, wenn die Verhältnisse rauh werden. Ich habe immer wieder Mails von Lesern und Leserinnen, die mir sagen: Kann ich Euch anrufen, wenn ich was ändern will an meiner Risikokennzahl? Wenn ich das richtig verstehe, bekommt der Kunde davon doch gar nichts mit, wenn die Börsenkurse sinken, Ihr durch Eure.

Es reicht doch dann eigentlich eine "Chill-mal"-E-Mail: Schick Sie mir an finanzwesir Ich packe sie rein. Ich gehe davon aus, dass Du das Copyright hast? Sind die Service-Mitarbeiter denn entsprechend ausgebildet? Eine gute Sache, standardisierte und kostengünstige Produkte plus Handholding. Genau dieses Fehlen einer emotionalen Unterstützung habe ich ja bei den Robos bemängelt. Damit sind die Kosten nicht mehr ganz unten, aber das kann ich verstehen. Damit habe ich keine Probleme. Als Vermögensverwalter hast du klare gesetzliche Vorgaben.

Wenn man die befolgt kommt der WpHG-Bogen raus. Macht man mehr, steigen dir die Kunden und ggf. Die Kunden wollen einfach nicht so viel von sich rauslassen, v. Hat man Modelle mit Vermittler, schimpfen die natürlich auch über jede zusätzliche Frage, denn die verhindert das Geschäft, weil der Kunde ja nur das nötigste angeben will. Kann ich auch verstehen. Kunden die verstehen und akzeptieren, dass man mit mehr Informationen noch passgenauere Lösungen bekommt gibt es leider nicht so viele.

Für mich ist der WpHG-Bogen daher immer noch besser als Beratungslösungen die hast Du ja auch in Deiner Liste wo man 3 Regler auf einer netten Homepage hin und her schiebt und dann ein Portfolio bekommt. Die Portfolien finde ich nicht schlecht, da sind gute Dinger dabei, aber das kann nicht passen und ich befürchte, dass das allen Robo-Advisern irgendwann um die Ohren fliegt.

Bei fintego konkret ist es so, dass man nur in ein Portfolio mit höherem Risiko wechseln kann, wenn der WpHG-Bogen das hergibt. Das von Dir beschriebene Aushebeln gibt es und das ist natürlich nicht zielführend.

Beim Support ist es bei uns auch so, dass es verschiedene Stufen gibt. Geschult sind natürlich alle, alles andere kann man heute nicht mehr bringen. Wenn die Fragen zu stark in den Kern des Produktes gehen, dann werden die Kundenanfragen an mein Team geleitet.

In der Regel vereinbaren wir mit dem Kunden einen Rückruf mit einem kleinen Team von 3 Leuten ist das einfacher bzw. Emails werden schriftlich beantwortet. Die von Eric im Komentrar angesprochenen Bilder habe ich. Werden nachgereicht, ichwollte den Kommentar aber schon mal so freischalten. Wer Fragen zu Immobilien, komplexen Vererbungssituationen, steuerlichen Fragen etc.

Wir verwenden einen Fragenkatalog mit 10 Fragen, viele sind regulatorisch vorgegeben. Das Scoring hinter diesen Fragen liegt in unserer Verantwortung. Wer für lange Zeit auf sein Geld verzichten könnte d. Wer nur einen kurzen Anlagehorizont hat, dem erlauben wir nicht in höhere Risikokategorien zu investieren. Wer gar weniger als 1 Jahr anlegen will, den weisen wir aktiv ab. Kapitalanlage ist nichts für kurzfristiges Liquiditätsparken. Wie viel temporäre Wertminderung traust Du Dir zu?

Die Frage hat einen indirekten Bezug zum Anlagehorizont. Auch bei bester Planung kann im Leben viel schief gehen.

Wir fragen für wie viele Monate Deine frei verfügbaren, nicht investierten Notreserven reichen. Wir raten unseren Kunden zu einem Puffer von idealerweise mindestens 6 Monaten.

Wer weniger hat, der kommt in geringe Risikokategorien. Wer keine Reserven hat, wird von uns nicht angenommen und muss das Onboarding abbrechen.

Wir fragen in einer weiteren Frage nach Deinem frei verfügbaren Nettovermögen exkl. Ihr werden die klassischen Fragen gestellt; welche Finanzprodukte, Anlageklassen, Finanzdienstleistungen Du kennst und genutzt hast.

Wer angibt, Finanzwesir zu lesen bekommt volles Risiko ;-. Wir fragen Dich generell, was Deine Erwartungshaltung ist: Wer vor hat Liquidität zu parken mit Tagesgeldvorstellungen, der wird nicht akzeptiert. Das ist in der Tat ein hochinteressantes Thema. Wie finde ich die echte Risikotoleranz eines Menschen heraus?

Wann denke ich, wann ich nervös werde und wann werde ich es wirklich? Wir beschäftigen uns hiermit sehr ausführlich und arbeiten mit der Psychologie Fakultät der LMU zusammen. Es wird jedoch noch etwas Zeit dauern, bis wir das implementieren. Es geht bei allem darum, den Kunden zu ermutigen, sein Geld langfristig am Kapitalmarkt zu investieren. Wir wollen ihm dafür eine bessere und günstigere Alternative bieten. Er muss das Gefühl bekommen: Ich brauche mich nicht darum kümmern oder gar sorgen.

Wenn der Kunde vertrauen hat, dann profitiert er massiv davon, denn er fängt nicht an, sich durch Emotionen die Performance zu versauen. Andere, wie InteractiveBrokers www. Ich glaube, ich mache keine Reklame, wenn ich hier über meine Erfahrungen berichte. Dazu kommt, dass der Optionshandel in den USA sehr stark ist. Alles zusammengenommen führt IB 1.

Wer ernsthaft in Optiontrading einsteigen möchte, sollte sich überlegen, den US-Markt für seine Aktivitäten zu nutzen. Das beste an Calls und Puts ist, dass ich sie nicht nur kaufen sondern auch verkaufen kann. Kaufe ich eine Option, dann bezahle ich eine Prämie. Die kann bereits inneren Wert haben oder auch nicht, auf jedenfalls bezahle ich für die Hoffnung, dass sie in-the-money ITM landet: Erreicht das Underlying nicht den Strikepreis, dann ist nur meine Prämie verloren; das ist das einzige Risiko.

Wenn ich dagegen eine Option verkaufe, bekomme ich die Prämie und profitiere vom Verfall des Zeitwerts. Dafür gehe ich aber ein Risiko ein. Die Verpflichtung ist bedingungslos. Habe ich die Aktien nicht, dann muss meine Bank sie dennoch liefern: Das ist das Risiko eines Short Calls: Ich kann von einem Anstieg über den Strike hinaus nicht mehr profitieren. Kann sein, dass es meine Absicht war, die Aktie zu einem niedrigen Preis zu erwerben. Das ist das Risiko eines Short Put.

Optionen sind das Recht einen bestimmten Wert Underlying, Basiswert an oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Fälligkeitsdatum zu einem fest vorgegebenem Kurs Ausübungskurs, Strike zu kaufen Call oder zu Verkaufen Put. Allerdings wird in der Regel von der vorzeitigen Ausübung kein Gebrauch gemacht. Wir betrachten deshalb in der Regel europäische Optionen, insbesondere Verkäufer von amerikanischen Optionen sollten sich des Unterschieds aber wohl bewusst sein!

Dies unterscheidet sie von Futures, die eine beidseitige Verflichtung verbriefen. Bei der Ausübung wird entweder der Basiswert geliefert, oder es findet z. Was viele Privatanleger nicht wissen: Dazu muss man jedoch wie für den Kauf einer echten Option einen Zugang zu einer Optionsbörse z. Der faire Preis einer Option setzt sich immer aus 2 Komponenten zusammen: Dem inneren Wert und dem Zeitwert.

Der Zeitwert spiegelt die Erwartungen an die zukünftige Kursbewegung des Basiswertes wieder. Bei amerikanischen Aktien ist der Zeitwert nie negativ sonst könnte man einfach eine Option kaufen und sofort mit Gewinn ausüben , bei europäischen Optionen in der Regel ebenso wobei theoretisch auch negative Zeitwerte auftreten können. Der Zeitwert geht gegen 0 zum Ende der Laufzeit. Optionen, die aus dem Geld sind d. Dieser wird allerdings nicht 0 sein, dann es besteht immer die Möglichkeit, dass sich der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit so verändert, das der innere Wert wieder positiv wird.

Der Wert wird demnach sehr nahe des inneren Wertes liegen. Dies bietet dem Call-Käufer die Möglichkeit, das Underlying günstig zu erwerben und dem Put-Käufer eine vorhandene Position teuer zu verkaufen.

Richtig interessant wird es jedoch erst, wenn man mehrere Optionen kombiniert. Mit Optionen gleichen Fälligkeitdatums lassen sich beliebig komplexe Gewinn-Profile in Abhängigkeit der Kursentwicklung des Underlyings erstellen.

Diese können von sehr konservativ z. Weiterhin lassen sich Optionen mit verschiedenen Fälligkeitsdaten kombinieren um von Kursentwicklungen in bestimmten Zeitrahmen zu profitieren - die Möglichkeiten sind extrem vielfältig.

Optionsscheine sind eigentlich nichts anderes als Zertifikate eines Emittenten, deren Wert dem Kaufwert einer entsprechenden Option entspricht. Bei Fälligkeit des Zertifikates findet in der Regel ein Barausgleich statt. Viele Zertifikate bilden in Wirklichkeit Optionsstrategien - gepaart mit einer festverzinslichen Anlage für das nicht für die Optionsstrategie benötigte Kapital - ab. Posted August 3, Aktien-und Aktienindexderivate - Handelsstrategien.

Posted December 9, Posted November 18, Eine Option gewährt dem Käufer das Recht , eine bestimmte Menge eines bestimmten Basiswerts zu einem vorab festgelegten Preis an oder bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen Call oder zu verkaufen Put.

Optionen werden auch als bedingte Termingeschäfte bezeichnet, da sich der Käufer durch Zahlung einer Optionsprämie zu Geschäftsbeginn ein späteres Wahlrecht einräumen. Die Art des Settlements wird von den Optionsbedingungen vorgegeben, es ist kein Wahlrecht.

Barausgleich ist immer der Fall bei Optionen auf abstrakter Basis wie z. Optionskontrakte werden der Allgemeinheit an einer Terminbörse zum Handel angeboten und sind zur vereinfachten Geschäftsabwicklung standardisiert.

Vor allem zur Erhöhung der Liquidität einzelner Kontrakte wird nur eine begrenzte Auswahl an Basispreisen Strike und Laufzeiten angeboten. In Ausnahmefällen sind individuelle Bezugsverhältnisse möglich, meist ereigneten sich dann während der Laufzeit ein Stock-Split, Kapitalerhöhung oder Auszahlung einer hohen Sonderdividende.

Die Mehrzahl der Kontrakte endet am dritten Freitag eines Monats. Sehr stark gehandelte Einzelwerte und vor allem bekannte Indexoptionen können auch deutlich mehr Verfallstermine, wie z. Die geografischen Bezeichnungen sind jedoch irreführend, weil die Optionsarten keinesfalls bestimmten Handelsplätzen zugeordnet sind. In Europa und Amerika werden zu Einzelaktien überwiegend Optionen amerikanischen Typs gehandelt, während europäische Optionen in Japan verbreitet sind. Die Ausübung einer amerikanischen Option weit vor dem Laufzeitende ist in der Praxis unüblich, da der Käufer sofort den verbleibenden Zeitwert der Option verliert siehe unten , darf jedoch im Hinblick auf die eigene Strategie und das Cash-Management niemals ausgeschlossen werden!

Zur vorzeitigen Realisierung eines Gewinns aus Optionsgeschäften bietet sich für Käufer als auch Stillhalter ein Weiterverkauf der eigenen Position über die Terminbörse an. In Einzelfällen werden sich Optionsinhaber jedoch für die vorzeitige Lieferung entscheiden, wenn der daraus entstehende Vorteil den Verlust des verbleibenden Zeitwerts überwiegt. Eine Motivation zur vorzeitigen Ausübung könnte im Bezug von Dividenden zum ex-div. Stichtag oder Sicherung von erzielten Gewinnen kurz vor Veröffentlichung von Quartalszahlen zu suchen sein.

In beiden Fällen neigen Optionen manchmal zu sprunghaften Preisänderungen. Aufgrund des nötigen Kapitalbedarfs für den Bezug des Basiswerts entscheiden sich einige Optionsinhaber gegen eine Lieferung und verkaufen lieber das Optionsrecht kurz vor Fälligkeit. Ein höherer Gewinn wird damit aber nicht erzielt. Mit dem Kauf- bzw. Verkauf einer Option sind üblicherweise alle Transaktionskosten abgedeckt.

Wird eine Option ausgeübt, fallen meist keine zusätzlichen Gebühren bei der Übertragung des Basiswertes an. Das Risiko eines Optionskontrakts stellt sich für Käufer und Verkäufer sehr unterschiedlich dar. Läuft der Kurs des Basiswert entgegen seiner Vorhersage, ist das Optionsrecht am Verfallstag schlimmstenfalls wertlos und die gezahlte Prämie verloren. Das Risiko eines Optionskäufers beschränkt sich ausnahmslos auf den Verlust der Optionsprämie , die jedoch in jedem Falle dem Verkäufer der Option als Kompensation für das eingegangene Risiko zusteht.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge enden jedoch ca. Für diesen Kontrakt wird eine Optionsprämie von Euro gezahlt. Notiert die Aktie am Verfallstag höher, ist eine Ausübung der Option für den Käufer sinnlos, da direkt am Aktienmarkt ein höherer Preis erzielt werden kann. Der Stillhalter muss damit rechnen, die Aktien zum fixierten Kaufpreis von Sinkt der Kurs der Aktie auf 90 Euro 9. Ist der Basiswert zwischenzeitlich wertlos, stehen dem Käufer der Option am Verfallstag ebenfalls Die Wahrscheinlichkeit für hohe Verluste ist bei Aktienoptionen selbstverständlich deutlich höher als bei Indizes, Währungen oder Rohstoffen, die kaum auf einen Wert von Null fallen können.

Zwar kann ein Basiswert üblicherweise nur auf 0 sinken, nach oben hin ist der Kursanstieg jedoch nicht begrenzt. Ist der Stillhalter bereits im Besitz dieser Aktien, werden sie nach dem Verfallstermin gegen Zahlung von Der Verkäufer kann sich zwar über den entgangenen Kursgewinn ärgern, behält jedoch die Optionsprämie von Euro Calls sind theoretisch teurer als vergleichbare Puts und hat keine weiteren Nachteile aus dem teilweise missglückten Geschäft.

Sollte die Aktie auf das Doppelte — also Euro — gestiegen sein, kostet das ungedeckte Geschäft Der Anstieg auf den doppelten Aktienkurs ist, wenn auch selten vorkommend, vergleichbar mit dem Put-Verkäufer im Falle der plötzlichen Wertlosigkeit Insolvenz des Basiswerts. An diesem Punkt ist das Verlustpotential des Puts ausgereizt, der Call kann jedoch theoretisch noch weiter steigen und dem Verkäufer immense Verluste generieren — man denke nur an eine Übernahmeschlacht wie bei VW oder Mannesmann.

Das höchste Handelsvolumen findet bei Optionen üblicherweise at-the-money, mit Strikes im Preisbereich um den aktuellen Aktienkurs statt. Verändert sich der Preis des Basiswertes während der Laufzeit stark und man entscheidet sich das Geschäft vorzeitig zu beenden, kann das Vorhaben an nicht vorhandener Liquididät der jetzt weit aus dem Geld liegenden Optionen scheitern.

Einerseits können so erzielte Gewinne nicht vorzeitig realisiert werden und womöglich bis zum Verfallstag der Option teilweise wieder verloren sein. Entscheidender ist jedoch, dass die Begrenzung aufgelaufener Verlusten durch vorzeitigen Verkauf des Kontrakts zum fairen Preis schlicht nicht möglich ist oder eine Umstellung der Strategie durch Kombination mit weiteren — im Strike noch höher oder tiefer liegenden Optionen — massiv behindert wird.

Man sollte sich vor jedem Geschäft genauestens über die Liquidität der Optionskette informieren und bei Anzeichen niedriger Handelsvolumina die Optionsstrategie bereits von Anfang an so strukturieren, dass der Verlust begrenzt ist. Viele Banken bieten den Handel mit echten Optionen für Privatkunden jedoch nicht an oder veranschlagen so hohe Gebühren, dass ein Handel unattraktiv erscheint.

Gerade bei Termingeschäften besteht aufgrund des Hebeleffekts eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich einzelne Marktteilnehmer verspekulieren und auf der Seite des Stillhalters ihre Verpflichtungen nicht mehr bedienen können. Im Gegensatz zu Bankzertifikaten, die im Falle einer Insolvenz oft wertlos verfallen, ist das Kontrahentenrisiko an Terminbörsen minimiert.

Um möglichen Problemen vorzubeugen, sollen die an Terminbörsen angeschlossene Clearingstellen über den Clearing-Prozess die Liquidität der Handelspartner sicherstellen. Damit der Broker nicht von seinen Kunden in die Pleite getrieben wird, wird beim Verkauf von Optionen die Solvenz des zukünftigen Stillhalters sichergestellt, indem eine festgelegte Sicherheitsleistung — die Margin — im Depot festgestellt und für zukünftige Verpflichtungen reserviert wird.

Dazu geben sowohl Regulierungsbehörden, als auch Terminbörsen und Clearingstellen unterschiedliche Margin-Anforderungen vor, zu deren Einhaltung die angeschlossenen Broker bzw.

Banken auf Ebene der Kundendepots verpflichtet sind. Für gekaufte Optionen, sogenannte long Positionen, besteht keine Margin-Verpflichtung. Ein vom Kunden ausgehendes Risiko oberhalb der bereits bezahlten Optionsprämie ist nicht zu befürchten. Die Margin hängt also einerseits von der historischen Volatilität Preisschwankung des Basiswerts und andererseits vom bisher aufgelaufenen Verlust der Option ab, letztendlich basierend auf dem Abstand zum Strike - verankert im steigenden Optionspreis.

Wird das Optionsgeschäft durch andere Bestandteile des Depots im Verlust begrenzt, z. Aktien wie im Falle des Covered Calls oder weitere Optionen beim Spread, kann der Broker statt des gesamten Kontraktwerts auch eine geringere Margin anhand des wahrscheinlichen Maximalverlust vorsehen.