Weimarer Republik

 

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Diese Grundlagen lernst du... (01/2018)

Peter Brandt Mit anderen Augen Versuch über den Politiker und Privatmann Willy Brandt. Willy Brandts ältester Sohn Peter erinnert sich an seinen Vater als Politiker und Privatmann, der noch in den er-Jahren eine der umstrittensten Persönlichkeiten in Deutschland war.

Anders als in vielen nach entstandenen Verfassungen gab es damals noch keinen verfassungspolitischen Auftrag der Parteien und auch kein Parteiengesetz. Parteien waren rechtlich gesehen Vereine. Geht man im Parteienspektrum von links nach rechts, gab es in der Weimarer Zeit folgende Parteien von Bedeutung:.

Der erste Reichspräsident , Friedrich Ebert , amtierte von bis Er war zunächst von der Nationalversammlung eingesetzt worden, danach wurde sein Mandat mehrmals verlängert. Die Reichskanzler im Kaiserreich hatten noch keiner Partei angehört; erstmals wurde ein Vertreter der Zentrumspartei Reichskanzler. Von bis stellte das Zentrum fast alle Reichskanzler, mit Ausnahme eines Sozialdemokraten, eines Liberalen und zweier Parteiloser.

Januar ; seine Ernennung markiert das Ende der Weimarer Republik. Wie bei der Reichswehr fanden auch in der Verwaltung und in der Rechtspflege keine demokratischen Reformen statt. Zur Zeit des Kaiserreichs war bei Beamten und Richtern während der Ausbildung und bei der Einstellung auf eine monarchistisch-patriotische Gesinnung geachtet worden, mit der Folge einer rechtskonservativen Ausrichtung im Gros der Beamten- und Richterschaft.

Speziell die Linken, deren Anhänger zur Kaiserzeit keine wichtigen Posten übernehmen konnten, setzten sich nunmehr besonders für die Freiheit der politischen Gesinnung ein.

Eine von den linken Parteien gewollte Wahl der Richter durch das Volk kam nicht zustande, da man die Justiz nicht in die Politik hineinziehen wollte. Der wichtigste Hinderungsgrund für Reformen bei den Beamten war die Notwendigkeit einer funktionierenden Verwaltung am Ende des Krieges, um beispielsweise die Soldaten zurück nach Deutschland zu holen.

Auch kam eine rechts eingestellte Beamtenschaft den bürgerlichen Parteien nicht ungelegen zur Verhinderung einer weitergehenden sozialistischen Revolution. Den Eid auf die Verfassung, den die Beamten leisten mussten, bezogen viele auf den Staat, nicht aber auf die Republik. Während linke Straftäter mit enormer Härte behandelt wurden, kam es bei rechten Straftätern sehr selten überhaupt zu Anklagen oder Strafen , die auch sehr viel milder ausfielen — die Weimarer Justiz war auf dem rechten Auge blind.

Die Blindheit betraf nicht nur die Richter, sondern auch die Strafverfolgungsbehörden. Der Kriegsgerichtsrat und spätere Reichsanwalt bzw. Oberreichsanwalt am Volksgerichtshof Paul Jorns hatte unter anderem wichtige Spuren des Mordes an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nicht aufgenommen und die Ermittlungen auch anderweitig behindert.

Die Einseitigkeit der Justiz wurde bereits von Emil Julius Gumbel belegt, aber es kam zu keinen wirksamen Reformen. Die Gerichte fühlten sich oft nicht dem Gesetz, sondern dem Staat und dem Kampf gegen den Kommunismus verpflichtet. Die Blindheit galt auch für die massenwirksame Propaganda , die nicht nur von den Rechtsextremen selbst ausging, sondern auch von Medien der Mitte geteilt und mitgetragen wurde.

Justizorgane spielten im Hinblick auf das Ende der Republik eine wichtige Rolle. Die Verhandlungen im Hochverratsprozess gegen Hitler konnten ungehindert zur Hetze und zur Verbreitung von Propaganda missbraucht werden. Reichspräsident Friedrich Ebert starb im Februar an einer verschleppten Blinddarmentzündung , die er aufgrund einer Anklage wegen Landesverrats [61] nicht rechtzeitig hatte behandeln lassen.

Zugleich wurde die Auflösung von Generalstab , Kriegsakademien und Militärschulen verfügt. Die Soldaten der Reichswehr wurden auf die Weimarer Verfassung vereidigt. Oberbefehlshaber war der Reichspräsident, während der Reichswehrminister die Befehlsgewalt ausübte.

Die militärische Kommandogewalt befand sich jedoch in den Händen des Chefs der Heeresleitung bzw. Daraus entwickelte sich ein Dualismus zwischen Zivilgewalt und militärischer Kommandogewalt, der zu einer schweren Belastung der Republik werden sollte. Sie fühlte sich eher einer abstrakten Staatsidee als der Verfassung verpflichtet und stand der politischen Linken mit ausgeprägtem Misstrauen gegenüber. Zugleich wurden neue militärische Strategien etwa zum Zusammenwirken moderner Waffen entwickelt.

In diesem Zusammenhang entwickelte sich eine weitreichende Kooperation mit der Roten Armee , die beispielsweise zur geheimen Schulung deutscher Militärflieger in Lipezk führte.

Mit dem Sturz Seeckts nahm die Reichswehr einen Kurswechsel vor, für den vor allem Kurt von Schleicher verantwortlich zeichnete. Ziel war es, breite gesellschaftliche Unterstützung für das Projekt der Wiederaufrüstung zu wecken und die Gesellschaft selbst zum Zwecke künftiger Kriegsführung zu militarisieren.

Die sieben Thüringer Staaten schlossen sich mit Wirkung vom 1. Mai zum Land Thüringen zusammen wobei erst am 1. In ihrer Kernzeit umfasste die Republik somit folgende 18 Länder Angaben von Die Gesellschaft der Weimarer Republik startete mit erheblichen, kriegsbedingten Lücken in der männlichen Bevölkerung: Gebiets- und Bevölkerungsverluste als Konsequenzen des Versailler Vertrags bewirkten eine zusätzliche Schrumpfung um mehr als 5,7 Millionen Menschen. Frauen blieben aber auch in den zwanziger Jahren in allen Parteien weiterhin unterrepräsentiert und waren kaum in hohen Parteiämtern vertreten.

Durch den langfristigen Strukturwandel im Wirtschaftsleben bedingt, war das Arbeitsplatzangebot im landwirtschaftlichen Sektor weiter rückläufig, während es im Dienstleistungsbereich zunahm und auf ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse anstieg.

Mehr als ein Drittel der Frauen war erwerbstätig. In der Privatwirtschaft fanden viele Frauen als Verkäuferinnen oder Stenotypistinnen einen Arbeitsplatz. Das kriegsbedingt vaterlose Aufwachsen vieler Kinder und Jugendlicher wie auch inflationsbedingte materielle und Statusverluste in den sozialen Mittelschichten hatten Folgen.

Sie schlugen sich nieder in einem fortgesetzten Autoritätsverlust der Elternhäuser und der von ihnen vermittelten sozialmoralischen Normen. In der Weltwirtschaftskrise wurden Jugendliche häufig als erste entlassen und waren deshalb von der Massenarbeitslosigkeit besonders stark betroffen.

Auch Jungakademiker sahen sich in ihren beruflichen Ambitionen enttäuscht. Der von Kaiser Wilhelm II. Zwar ebbte die Welle bald wieder ab und es kam während der Jahre relativer Stabilität zu einer merklichen Beruhigung. Mit der Weltwirtschaftskrise aber formierten sich die vielfältig aufgeladenen antisemitischen Strömungen in der Gesellschaft erneut. Im Jahre stellten die Vom Bevölkerungsdurchschnitt stark abweichend war historisch-traditionsbedingt die berufliche Orientierung der Juden, die zur Hälfte als Selbständige tätig waren sonst 16 Prozent und vor allem in Handel, Bankwesen und einigen freien Berufen dominierten oder stark vertreten waren, jedoch wenig in der Industrie und nur ganz selten in der Landwirtschaft.

Das Verhältnis der Juden zur Weimarer Republik war nicht einseitig von Furcht und Abwehr bestimmt; denn die formellen und informellen Schranken, die noch im Kaiserreich Juden die Karriere im Staatsdienst oder im akademischen Bereich verstellt hatten, waren durch die Weimarer Verfassung beseitigt.

Der seit dem Unter den neun deutschen Nobelpreisträgern waren fünf jüdische Naturwissenschaftler: Das vor allem von armen Ostjuden bewohnte Scheunenviertel wurde zum Ort pogromartiger Gewaltexzesse von Antisemiten, die erst durch einen massiven Polizeieinsatz gestoppt wurden.

Auch ohne die Reichskanzlerschaft Hitlers wäre die Republik mit dem Antisemitismus nicht leicht fertiggeworden. Sie war Teil einer klassischen Moderne , die sich vom Ende des Jahrhunderts bis in die er Jahre erstreckte, und fiel in deren Ausgestaltungsphase.

Dabei weisen politische und kulturelle Entwicklungen der Jahre bis erkennbare Parallelen auf: Für sie bezeichnend war die Suche nach einem Standort in der wirklichen Welt.

Die Gruppe war jedoch hinsichtlich der individuellen gesellschaftspolitischen Vorstellungen und künstlerischen Programme zu heterogen zusammengesetzt, um tatsächlich bedeutende Wirkung entfalten zu können. Ähnlich erging es dem Arbeitsrat für Kunst , der den Zusammenschluss aller Künstler zu einer wirklichen Arbeitsgemeinschaft anstrebte.

Neben dem quer durch die Kunstgattungen fortwirkenden Expressionismus war die Frühphase der Republik Entfaltungsraum für eine Reihe weiterer avantgardistischer Stilrichtungen wie Kubismus , Futurismus , Purismus , Verismus und Konstruktivismus. Schockierende Wirkung entfaltete in der Frühzeit der Weimarer Republik der in Zürich entstandene Dadaismus , der nun von Berlin aus alle bisherige Kunst radikal in Frage stellte.

Anstelle einer neuen Kunstrichtung ging es vornehmlich um Foto, Maschine und politisches Happening. Es lebe die neue Maschinenkunst Tatlins. Die paar guten Geister der Revolution seien totgeschlagen, die Gerichte ungerecht, die Beamten gleichgültig und das Volk infantil. Mit Einführung des Achtstundentags und ersten tariflichen Urlaubsregelungen wurde Freizeitgestaltung für die Masse der Lohnabhängigen in der Weimarer Republik überhaupt erst Alltagsbestandteil. Ein facettenreiches Angebot spiegelte die neuen Möglichkeiten: Mitglieder- und Zuschauerzahlen sowie die Anzahl der Sportzeitungen und -zeitschriften nahmen um ein Vielfaches zu.

Als Josephine Baker mit ihrer Charleston Jazzband in Berlin auftrat, hatte sich Jazz als Teil der Vergnügungsindustrie jedoch bereits etabliert und galt seinen Anhängern als schick und modisch.

In ihrer Anonymität, von nachbarschaftlicher Kontrolle kaum beeinträchtigt, gab es viel Raum zur freien persönlichen Entfaltung sowie ein reichhaltiges Medien- und Warenangebot. Besonderer Anziehungspunkt der kulturellen Szene war das Romanische Café , wo auch Maler und Schauspieler ein und aus gingen. Berlin verfügte über die schnellste Stadtbahn und war mit annähernd einer halben Million Anschlüssen auch die telefonierfreudigste Stadt der Welt. Künstler und bürgerliche Intellektuelle hatten vielfach die kleinen und mittleren Vermögen verloren, aus denen sie ihren Lebensunterhalt hauptsächlich bestritten hatten.

Eine allgemeine Versachlichung der ästhetischen Ausdrucksformen setzte sich nun als neue Stilrichtung gattungsübergreifend durch. In der Architektur, die mehr als jeder andere Aspekt der Weimarer Kultur einen dauerhaften internationalen Einfluss ausübte, war vor allem das in Weimar gegründete und nach Dessau verlegte Bauhaus ausstrahlend wirksam. Konstruktion und Einrichtung von Häusern basierten in der Folge auf der Entwicklung von Prototypen für Handwerk und industrielle Serienfertigung.

Die Ausführung sollte präzis, praktisch-funktionell und frei von überflüssiger Ornamentierung sein, in der Wirkungsabsicht auf die kubische Komposition gerichtet. Nicht versklavende Fülle, sondern eine befreiende Leere galt es zu erzeugen, beispielsweise durch einen Wohnungstyp ohne Tapeten, Vorhänge und Tischtücher. Meist handelt es sich um Schleiflackmöbel mit Metallteilen, die auch im Behandlungszimmer eines Zahnarztes stehen könnten.

Überhaupt dominiert das Lackierte, Verchromte, Stählerne, Synthetische, während warme Holztöne fast völlig fehlen. Doch auch in den Reihen der Architektur-Avantgarde war die reine Wohnmaschine umstritten. Manche von ihnen setzten sich für einen Siedlungsbau mit niedrigen Häusern und möglichst vielen Grünflächen ein.

Eine Uraufführung diskutierte man eingehender als einen neuen Roman, […] und die Theaterkritiken wurden mit gespannter Aufmerksamkeit verschlungen.

In Sprechchorbewegung , Gruppenlehrtheater und im agitatorischen Theater wurden politische und gesellschaftliche Erfahrungen mit dem Theaterspiel öffentlich artikuliert. Seit Mitte der er Jahre war auch der Kinofilm als Kunstform allgemein akzeptiert. Nicht jeder Erwachsene ging ins Kino, manche aber wesentlich häufiger. Caligari , Fritz Lang Dr. Pabst Die freudlose Gasse einen Namen.

Teilweise um ein Vielfaches höhere Auflagenstärken erreichte jedoch Literatur antimodernen Zuschnitts. Die höchsten Auflagen aber erzielte Hedwig Courths-Mahler. Es hätte geschehen können, aber es sollte nicht sein. Dessen Anhänger, so die Lesart, akzeptierten moderne technologische Entwicklungen als an sich neutral und als mögliche Mittel auf dem Weg zu Macht, lehnten aber die kulturellen, sozialen und politischen Entwicklungen der Moderne ab.

Schulze selbst wie auch die jüngere Forschungsliteratur ziehen dagegen eine Vielfalt bzw. Vielmehr wird zumeist betont, die Weimarer Republik habe bis zu diesem Zeitpunkt [] eine Chance zu überdauern gehabt. Heinrich August Winkler schreibt: März begonnen und sich seit der Entlassung Brünings am Mai dramatisch zugespitzt hatte. Derartige Interessen waren allerdings nicht erst im Januar wirksam, sondern fügen sich ein in das Bündel jener längerfristig angelegten und fortwirkenden Ursachen, die zum Untergang dieser ersten Demokratie in Deutschland beitrugen.

Ihre Bürger waren weit überwiegend im Kaiserreich aufgewachsen und hatten den Ersten Weltkrieg durchlebt. Die in diesen Zeiten erhaltenen Prägungen, ihre gesellschaftlichen Bindungen und politischen Vorstellungen brachten sie mit in die nun demokratisch verfasste neue Ordnung. Ausschlaggebend für den Untergang der Republik waren sie laut Hagen Schulze aber nicht, weil sich diese Tendenzen etwa anlässlich des Kapp-Putsches als beherrschbar erwiesen hätten, abhängig allerdings vom Machtbewusstsein in Parteien und Regierung.

Die politische Orientierung der verschiedenen Sozialmilieus in der Weimarer Republik lässt sich vier groben Richtungen zuordnen: Diese Spaltung in Sozialdemokraten, die auf Erhaltung der Republik setzten, und Kommunisten, die ihre Zerschlagung betrieben, gehört zu den von Anbeginn wirksamen schweren Belastungsfaktoren des Weimarer Staatswesens.

In den gesellschaftlichen Mittelschichten löste der sich fortsetzende industriegesellschaftliche Wandel teilweise Verunsicherung und soziale Statussorgen aus, die sich in wirtschaftlichen Krisenzeiten potenzierten. Zwischen und fiel der Anteil der Selbständigen von 19, 6 Prozent auf 15, 6 Prozent, während der Anteil der Angestellten und Beamten von 10,3 auf 17,3 Prozent anstieg. Auch die Revolutionsergebnisse, das politische Agieren der Parteien und die Merkmale der Weimarer Verfassung wurden und werden in der historischen Forschung im Hinblick auf ihren möglichen Beitrag zum Scheitern der Weimarer Demokratie erörtert.

Nichteinberufung der Nationalversammlung und gewaltsame Sozialisierung der Wirtschaft hätten laut Hagen Schulze Bürgerkrieg bedeutet und die parlamentarisch-demokratische Entwicklung bereits im Ansatz zunichtegemacht.

Nicht möglich war jener radikale Bruch mit der Vergangenheit, dessen es bedurft hätte, um die gesamte Erblast des kaiserlichen Obrigkeitsstaates abzuschütteln. Die Kompetenzen des Reichspräsidenten laut Weimarer Verfassung, die es ihm ermöglichten, einen Reichskanzler nach eigenem Gutdünken zu ernennen und zu entlassen Art. Hatten sie unter Reichspräsident Ebert zur Krisenbewältigung nicht unerheblich beigetragen, so führten sie unter Reichspräsident Hindenburg ab zur massiven Schwächung und zunehmenden Aushöhlung des parlamentarischen Systems.

Als Konstruktionsfehler in der Verfassung ist mitunter auch das Verhältniswahlrecht angesprochen worden, das der Zersplitterung Vorschub geleistet und die Bildung funktionsfähiger Koalitionen im Reichstag erschwert habe. Mangels Gegenprobe bleiben derartige Überlegungen allerdings hypothetisch, etwa auch die, dass durch ein Mehrheitswahlrecht der Aufstieg der NSDAP hätte verhindert werden können. Ohnehin war die Einführung der Verhältniswahl nach den Erfahrung mit dem Wahlrecht im Kaiserreich für die Sozialdemokraten eine Kernforderung, die aber auch von den bürgerlichen Parteien befürwortet wurde.

Als ein Mangel, der Konsequenzen im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland gezeitigt hat, gilt die fehlende Wertbindung der Weimarer Verfassung, die infolgedessen mit qualifizierter Mehrheit beliebig verändert werden konnte. Verteidiger der Weimarer Verfassung hatten hinsichtlich der Werte, die sie ihrem Handeln zugrunde legten, verfassungsseitig keinen Vorteil gegenüber Republikfeinden. In nichts anderem war man politisch so einig wie in der Weigerung, diese Konsequenzen der Niederlage zu akzeptieren.

Die Beurteilung des Inflationsgeschehens der Nachkriegszeit ist in der heutigen Forschung nicht mehr einhellig negativ. Die mit der Hyperinflation einhergehende Enteignung betraf die Mittelschichten zwar nicht im Ganzen, wurde aber doch für viele zu einer sozialpolitisch hochbrisanten Katastrophenerfahrung, in der sie proletarisiert, politisch haltlos und für den Nationalsozialismus anfällig wurden. Gegenüber der Vorkriegszeit ging Deutschland wirtschaftlich erheblich geschwächt aus Krieg und Inflation hervor.

Der konjunkturelle Aufschwung zur Zeit der relativen Stabilisierung glich einer Scheinblüte und ging einher mit relativer Stagnation. Zu Beginn der Weltwirtschaftskrise war der Legitimationsverlust der Republik laut Peukert schon erschreckend weit fortgeschritten.

Der Zerfall in Weltanschauungs- und Interessenparteien war demnach Ausdruck einer tiefgreifenden Zersplitterung der Gesellschaft: Ob es eine Alternative zu Brünings konjunkturschädlicher und prozyklischer Spar- und Deflationspolitik gab, ist umstritten.

Der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl etwa verneint die Frage und verweist auf die deutschen Zahlungsbilanzprobleme. Ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik hätten Brüning und seine Mitarbeiter nicht aus reparationspolitischen Zwecken betrieben, sondern weil sie sachlich von ihr überzeugt gewesen seien.

Er verkörperte an der Spitze des Staates die eingetretene Rechtsverschiebung der politischen Machtgewichte, forderte und förderte autoritäres Regierungshandeln. Dabei sah er sich jedoch auch in verfassungswahrender Funktion und verweigerte eklatantem Verfassungsbruch seine Machtmittel.

Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler lehnte er mit deutlichem Hinweis auf dessen diktatorische Ambitionen und den hochfahrenden Machtanspruch seiner gewalttätigen Anhängerschaft lange entschieden ab. Dass er im Januar nachgab, lag weniger an ihm selbst als an den Ratgebern in seinem Umfeld, die das dynamische Potential Hitlers und seiner Gefolgsleute unterschätzten.

Die Frage wird bis heute kontrovers diskutiert. März eine wichtige Zäsur darstellte: Hinsichtlich der Kanzlerschaft Franz von Papens mit verstärkt autoritären Zügen werden zwei gegensätzliche Optionen des Republikschutzes erwogen. Andererseits werden die Chancen eines noch einseitiger autoritär gegründeten Regimes erwogen, wie es Papen mit der Verhängung des Staatsnotstands und der Aussetzung von Neuwahlen auf unbestimmte Zeit anstrebte.

Da Hindenburg einen solchen Verfassungsbruch in den entscheidenden Momenten aber ablehnte, konnte die Republik auf diesem Wege allenfalls hypothetisch gerettet werden. Auch Kurt von Schleicher als letzter Reichskanzler vor Hitler bereitete, nachdem seine anderen Pläne gescheitert waren, für den eigenen Verbleib im Amt die Ausrufung des Staatsnotstands vor — und scheiterte damit ebenfalls bei Hindenburg.

Die Reichswehrführung war allerdings bereits gründlich vorbereitet auf die für diesen Fall anstehenden Aufgaben. Doch kam dieser Ansatz Schleichers, der sich bei Hindenburg seinerzeit sowohl für Brünings wie für Papens Berufung eingesetzt hatte, zu spät, um die Vertrauensverluste auszugleichen und die verlorenen Hoffnungen mit Hilfe eines erst noch umzusetzenden Programms nachhaltig wiederzubeleben.

Einen Überblick über Betrachtungsweisen der Weimarer Republik in der bundesdeutschen zeitgeschichtlichen Forschung und veröffentlichten Meinung bietet Thomas Raithel in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte.

Dabei sei es um eine Gegenposition zur nationalsozialistischen Schmähung Weimars und um Impulse für eine erneute Demokratiegründung gegangen. Nun seien das Scheitern und die innere Schwäche der Republik in den Fokus gerückt.

Ein anderes neues Deutungsmuster brachten die späten er Jahre mit einer Sichtweise vom Scheitern der Weimarer Republik nicht so sehr an den inneren Strukturproblemen als an den in Deutschland besonders ausgeprägten Widersprüchen und totalitären Potenzialen der industriegesellschaftlichen Moderne.

Insgesamt sieht Raithel die gesellschaftlichen und politischen Unterschiede zwischen dem Weimarer und dem heutigen Deutschland — etwa im Hinblick auf den Volksbegriff — als so weitreichend an, dass Gleichsetzungen unangebracht erscheinen. Norddeutscher Bund Flagge des Norddeutschen Bundes. Ich wollte unbedingt das Weidenholz in ihrem garten zu Brennholz verarbeiten und aufräumen. Beim Holzhacken bin ich auf die Schädlinge gestossen, die dem Baum schon sehr zugesetzt haben.

Das sind richtig gefrässige, bis zu 10 Zentimeter lange rötliche Raupen, die sich nach vier Jahren zu Nachtfaltern verwandeln, die ihre Eier wiederum in alten, morschen Birken oder Weidenbäumen ablegen. Diese Falter haben eine Flügelspannweite von sechs bis neun Zentimeter.

So richtig hässliche Riesenfalter. Um 19 Uhr hat mich dann Monika wieder abgeholt. Ich bin leider nicht ganz fertig geworden mit aufräumen. Heute um fünf Uhr wurde mein neustes Werk von drei Bauarbeitern abgeholt.

Die haben die cm hohe Skulptur wie ein Baby auf den Lieferwagen gehoben. Am Nachmittag fuhren wir zu Carol Forster nach Appenzell. Sie hat in ihrem Garten eine grosse morsche Weide, die weit über das Hausdach gewachsen ist.

Bei stürmischem Wetter schlagen die Äste auf die Dachziegel und es ist nie sicher ob ein Teil des Baumes abbrechen könnte. Ich habe Carol versprochen, den Baum zurück zu schneiden. Ich bin dann mehr als drei Stunden mit meiner Motorsäge und mit einer neuen Handsäge auf dem Baum herumgeturnt und schnitt den dicht ausgeschossenen Baum zu einem frischen und luftigen Weidebäumchen zurecht.

Den riesigen Asthaufen werde ich in den nächsten Tagen zu Brennholz verarbeiten. Monika und Carole haben während meinen gewagten Sägekapriolen einen wunderbaren Kalbsbraten mit Ofenfritten und Gemüse gekocht.

Als Abschluss des Tages habe ich dann im Garten noch zwei junge, schön gewachsene Holunderbäume eingepflanzt. Nach dem Frühstück waren wir im Nachbarsgarten eingeladen zu einer gegenseitigen Informationsrunde zum geplanten Neubau von Rosmarie und Franz Obertüfer, der an der Parketteriestrasse gebaut werden soll. Das ist ein riesiges Bauvolumen mit 18 Eigentumswohnungen. Das Bauprojekt wird uns die nächsten Jahre noch oft beschäftigen. Wenn das Projekt bewilligt wird müssen wir mit zwei Jahren Baulärm rechnen.

Gallen eingeladen für eine Besprechung eines Kunst am Bau Wettbewerbs mit einer anschliessender Baustellenbesichtigung. Das wird eine spannende Aufgabe sein, eine gute Lösung zu finden für drei Wandbilder. Am Abend sind wir zu einem Geburtstagsfest nach Büllach gefahren. Brigitta Loher feiert ihren Sechzigsten. Ein richtig schönes Fest mit vielen interessanten Gästen, sehr guter Klezmer Musik und einer anschliessenden, lustigen, gemeinsamen Singrunde. Heute Mittag musste ich zusammen mit Monika den kleinen, bearbeiteten Tisch zu Gilgi Guggenheim bringen.

Das Gemälde von Gilgi konnten wir einladen aber das Auto war leider zu klein für meinen Tisch. Die Fahrerin konnte dann zum Glück ihren Vater erreichen, der dann den Tisch bei uns zu Hause mit seinem Firmenwagen abholte. Nun ist alles doch noch gut gelaufen.

Stefan hat dann eine schöne Fotoserie gemacht, mit allen Seiten der Holzskulptur. Bis um 11 Uhr organisierte ich meine neusten Projekte in der Kunst und bei den Büchern. Das hat ganz schön geholpert und gerumpelt. Den Hang runter ins Espenmoos gab dieses Gewicht so richtig Schub. Die schnellen Land Rover wagten mich nicht zu überholen. Dann habe ich gewartet auf den Transport der neusten Bücher.

Ich erwarte Exemplare von meinem Gästebuch - Planet Erde. Pünktlich um halb zwölf ist ein riesiger Lastwagen angefahren.

Ich bin so glücklich. Dier Bücher für die Tektonik Ausstellung sind sehr schön geworden. Das Gästebuch wird jetzt den ganzen Sommer in der Spitzmeilenhütte auf einem Tischchen liegen und für schöne Einträge der Gäste bereit sein.

Jetzt muss ich in den Garten. Hermann hat für einige Gäste Wildschweinbraten gegart Heute morgen früh um acht Uhr habe ich mir die räumliche Situation bei der Firma Morant angeschaut. Ich bearbeitete in ihrem Auftrag den letztjährigen grossen Christbaum, den sie der Stadt St.

Gallen geschenkt und auf dem Klosterplatz aufgestellt hatten, mit der Kettensäge zu einer Skulptur. Nun suchten wir den idealen Standort im Firmengebäude. Ich gebe der Holzskulptur den Titel "Schöne Bescherung". Ungefähr so sah es bei mir zu Hause jeweils nach der Bescherung an Weihnachten aus Per Handschlag haben wir das "Geschäft" besiegelt.

Nun muss ich die neue Skulptur noch fotografieren lassen und für den Transport vorbereiten. Heute Morgen bin ich zur Nachkontrolle beim Zahnarzt. Marco war sehr zufrieden mit dem Heilungsprozess.

Zufälligerweise haben die Beiden vor vielen Jahren gemeinsam in Winterthur studiert. Walter Kurzmeier hat uns versprochen, per WhatsApp einige Gesangsproben zu senden. Auf dem Rückweg nach St. Gallen besuchten wir die Ausstellung im Kulturort Weihertal bei Winterthur.

Ein eindrücklicher Ort und eine feinsinnige Ausstellung, bei der viele Freunde und Freundinnen beteiligt sind.

Mir haben bei dieser Ausstellung vor allem die unscheinbaren künstlerischen Interventionen gefallen. Im Galeriehaus wird es dann immer etwas wild aber auch hier gab es einige Überraschungen. Die Kuchen von der Kulturaktivistin Maya von Meiss die wir probiert haben sind auch wahre Kunstwerke. Wir wollten dann zügig nach Hause fahren. Nach so heissen Tagen braucht es einiges an Wasser für den Garten und für die Teiche.

Mit einem richtig schönen Ritual haben wir am Abend die erste grosse Zucchini aus unserem Garten gekocht mit Hackfleisch vom Bio-Truthahn, den ein Onkel von Monika aufgezogen hat und feinen Salaten, die ich eigenhändig ausgesät habe. Später animierten wir noch unsere Nachbarn Lilian und Paul, bei uns vorbei zu kommen zu einem Schluck Wein. Ein schöner Tagesabschluss mit engagierten Gesprächen - wie immer. Heute ging es auch um die Schweizer Fussballmannschaft und um unsere multikulturelle Identität.

Der Künstler hat eine aufwändige und starke Installation für die Barockkirche geschaffen. Es scheint noch nicht ganz klar zu sein wer die immensen Kosten übernimmt. Die Publikation wird sehr schön.

Beim Prägen des Umschlages gab es Probleme, die noch gelöst werden müssen. Nach dem Apero trafen wir uns in einem sehr schönen jurassischen Restaurant in der Nähe zu einem feinen Nachtessen in einer spannenden und anregenden Runde. Übernachten konnten wir dann in einem sehr schönen historischen Haus im Weiler Les Calet in Saintlégier, das Jim mit ihrem früh verstorbenen Mann, dem Künstler René Fendt renoviert hat.

Der Künstler Benno K. Zehnder hat in den letzten 16 Jahren ein eindrückliches Farbkonzept für das Spital Schwyz realisiert, das nun in Buchform dokumentiert und besprochen wird.

Zehnder auf eindrückliche Art. Da ist bei allen Sitzungsteilnehmern richtig Freude aufgekommen. Ich habe dann in der Nähe vom Neumarkttheater, im grünen Glas gespiesen und anschliessend im Kunsthaus die Ausstellung "Extreme Mode in der Kunst" angeschaut.

Ich war total überrascht und verblüfft über die Exponate. Unsere Vorfahren waren um einiges verrückter wie die heutigen Modedessigner. Das wäre ein super "Kleid" für mich. Eventuell etwas ungelenk und unbequem bei meinen vielen Zugfahrten, aber total sicher im Strassenverkehr und bei nächtlichen Spaziergängen. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch die druckfrische Visarte Zeitschrift "Schweizer Kunst" mitnehmen. Das aktuelle Heft ist dem Kunstmarkt gewidmet. Eine spannende Nummer zu einem brisanten Thema.

Am Abend um 18 Uhr traf ich Monika auf dem Bahnhof. Die eindrückliche, riesige Installation "GaiaMother Tree" wurde unter anderem durch einen rituellen Gesang des Künstlers eingeweiht. Das war eiine schöne Gelegenheit um viele Bekannte zu treffen. In den letzten Wochen male ich bei jeder Gelegenheit an meinem Regenbild.

Das braucht Geduld und Nerven. Am Nachmittag bin ich nach Zürich gefahren für eine vorbereitende Sitzung zur nächsten Kulturbotschaft. Die letzten Tage dienten der Erholung und dem Aufarbeiten von Liegengebliebenem. Heute Hatten wir noch einen Termin bei einem Generalunternehmer. Unsere Nachbarn wollen einen sehr grossen Neubau mit 18 Wohnungen realisieren. Nun geht es um Baufragen, Abgeltungen, Sicherheiten, Baurisiken etc. Die Baugrube wird in unmittelbarer Nähe von uns rund zehn Meter in die Tiefe gehen.

Ich hoffe wir werden durch dieses riesen Loch nicht eines Nachts im Schlaf verschlungen. Georgen bei Kollegen abgeholt. Monika hat viele Freundinnen und Freunde, die jedes Jahr bei dieser Kollektivbestellung mitmachen. Nun müssen die Ölkanister und die vielen Tapenaden noch verteilt werden. Ein tolles Wochenende mit wunderbaren Menschen. Ich freue mich riesig auf mein Enkelkind. Nach einem späten Frühstück haben wir einen langen Spaziergang in der nahen Hasenheide unternommen.

Vera wohnt da gleich um die Ecke. Die Trauung war ernst, festlich und doch von grosser Berliner Lockerheit. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem wunderbaren Essen im sehr schönen Salon im Restaurant Obermaier. Ich habe mich wunderbar unterhalten. Vera redet immer von der "Schnapsibar". Die heisst aber ganz anders und Schnaps trinke ich eh keinen. In Kreuzberg musste ich mir zuerst eine Kleidung kaufen. Ich hatte grosses Glück und fand einen passenden, strahlend blauen Anzug.

Ich weiss gar nicht ob ich nach meiner Erstkommunion je wieder einen Anzug gekauft habe. Ich weiss nur dass die Ärmel meines damaligen Kittels viel zu lange waren. Mein Vater sagte dem Dorfschneider Ferdi Hutter, dass die Ärmel mindesten 10 Zentimeter länger sein müssten wie mein ausgestreckter Arm.

Er hätte kein Geld, um allen Söhnen jedes Jahr einen neuen Anzug zu kaufen. Ja und so wuchs ich dann Jahr für Jahr etwas besser in diese Kleidung hinein und dann auch ziemlich schnell wieder hinaus. Ich habe mich sehr gefreut, Vera endlich hoch schwanger zu sehen. Nach einer langen Hitzeperiode freuten sich die Berliner an der starken Abkühlung. Ich habe ziemlich gefroren. Am Morgen früh kündeten Böllerschüsse an, dass das Kinderfest stattfinden wird.

Heute hatt ich meine Ruhe und konnte den ganzen Tag malen. Am Morgen malen bis gegen 15 Uhr. Dann musste ich mich vorbereiten für einen Vortrag in der Bibliothek in der Hauptpost.

Das Zentrum für das Buch hat mich eingeladen einen Vortrag über den vexer Verlag zu halten für Studierende der Buchwissenschaften aus Erlangen. Ich habe viele Geschichten zu den Vexer Büchern erzählt und einige Beispiele vorgestellt. Die Stunde war sehr schnell vorbei.

Die Studenten waren sehr interessiert. Ich brachte dann meine Bücher wieder nach Hause und fuhr anschliessend quer durch die Stadt zum Sitterwerk. Dort fand die Hauptversammlung vom Verein "Buchstadt St. Am Morgen konnte ich alle Pendenzen, Bestellungen, Anfragen und Nachsendungen erledigen, die sich in der letzten Woche angestaut hatten. Die zwei Schmerzspritzen verhinderten zwar ein grösseres Geschrei aber es war wirklich sehr anstrengend.

Der Zahn war so richtig verkeilt mit seinen Pfahlwurzeln. Ich habe alles überstanden und meine Zunge ist nun dauernd damit beschäftigt, den grossen Wundkrater hinten links abzutasten. Die Zunge ist wirklich ein interessantes Organ. Ich war etwas benommen den ganzen Nachmittag. Ich beschäftigte mich mit Disziplinarbeit an einem meiner neuen Bilder.

Die Messe in Basel war sehr anstrengend aber spannend. An den Vormittagen hatte ich Zeit viele Ausstellungen zu besuchen und ab 14 Uhr war ich bei meinen Büchern in der Kaserne. Der Vorteil von einer solchen Messe ist, dass man sehr viele Bekannte und interessierte Menschen an einem Ort treffen kann. Ich habe viele Gespräche geführt und viele interessante Leute aus der Kunstwelt kennen gelernt. Am Samstag wollte Monika nach Basel fahren, um mir beim Rücktransport der Bücher zu helfen - Bücher sind ja so extrem schwer.

Das ging dann leider nicht, weil die Bahnstrecke in Winterthur unterbrochen war. Das war dann total stressfrei. Heute Morgen erwachte ich mit extremen Zahnschmerzen. Eigentlich fühlte sich der Zahn eher wie eine Amalgam - Bombe an. Ich musste mir Schmerzmittel besorgen in einer Apotheke. Das hatte den schönen Nebeneffekt, dass ich ganz locker, leicht beduselt und stressfrei hinter meinem Büchertisch stehen konnte.

Die Welt war wieder in Ordnung, die Geschäfte liefen bestens und meine Laune war grossartig. Am Nachmittag fuhr ich ohne Umsteigen nach Basel. Zum Glück ist alles gut gegangen. Ich war rechtzeitig in der Kaserne in Basel und habe meinen Vexer Büchertisch eingerichtet.

Um 19 Uhr war Eröffnung. Ich mag die Messe "I never Read". Es hat immer ein sehr interessiertes Publikum. Viele Studierende aus allen kreativen Sparten.

Die meisten haben zwar kein Geld aber sie schauen deshalb noch genauer hin. Am Abend habe ich dann zusammen mit Stefan Banz in einem nahen Restaurant einen kleinen Imbiss genommen. Wir hatten ein sehr inspirierendes und langes Gespräch. Die letzten Tage konnte ich in Ruhe malen.

Mein Bild bekommt immer mehr Kontur. Aber es dauert und dauert. Heute habe ich alle Bücher in einen neuen, noch grösseren Rollwagen verstaut. Ich hoffe, dass ich morgen den schweren Wagen überhaupt in den Zug reissen kann Vier Frauen spielten Klezmer Musik vom Feinsten, drei Schreibende trugen ihre Texte vor und am Schluss gab es neben feinen Häppchen und dem auserlesenen Wein noch eine wunderbare Gesangseinlage mit spanischen und einem chinesischen Lied von Verena.

Gallen in unserem Quartier vor uns versteckt gehalten hat. Ich habe an diesem Abend wieder einmal mein lädiertes Knie beim Tanz getestet. Das malträtierte Teil hat sich unwahrscheinlich gefreut und bis zum Ende mitgetanzt. Die letzten drei Tage konnte ich mich wieder meiner Malerei widmen. Das ist richtig wohltuend und meditativ. Zwischendurch packte ich drei grosse Schachteln mit Büchern für die Buchmesse in Basel.

Ich musste einiges per Post voraussenden. Bücher sind ja so schwer. Gestern Abend hatten wir in meinen neuen Lager- und Atelierräumen eine kleine Privatvernissage.

Bei einem feinen Apero habe ich meinen Auftraggebern die nun fertiggestellte und bemalte Skulptur vorgestellt. Anschliessend haben wir bei Andrea Hornstein Geburtstag gefeiert in ihrem wunderschönen Garten im Linsenbühl. Ein richtig schöner Sommerabend mit vielen Freunden. Heute war ich den ganzen Morgen mit Korrespondenz beschäftigt.

Die zeigen zur Zeit schöne frühe Arbeiten von General Idea. Einige der Auflagenobjekte und Publikationen habe ich selber auch in den 80er und 90er Jahren bei Stampa gekauft. Eine ziemlich wilde Auswahl. Nach dem Dokumentaauftritt scheinen nun viele Sammler ganz wild auf diese Malerei zu sein.

Es ist manchmal zum Schreien. Jahrzehnte lang interessiert sich niemand für eine Arbeit und dann genügt ein Dokumentabeitrag um die Galeristen und die Sammler komplett gierig zu machen.

Anschliessend habe ich Esther Hiepler in ihrem Atelier besucht und sie hat mir sehr schöne Originalhefte und Performancefotos aus den letzten Jahren gezeigt.

Ich bin immer noch sehr froh, dass ich ihre Heftsammlung als kleine Edition im schönen grünen Schuber im Vexer Verlag herausgeben konnte. Ich konnte nicht lange bleiben, weil ich nicht mit dem letzten Zug nach Hause fahren wollte.

Ich werde mir die Ausstellung noch in Ruhe anschauen während der Art. Nach einem ruhigen Sonntag mit viel Gartenarbeit habe ich heute an meinem neuen grossen Bild weitergemalt. Heute bin ich um sechs Uhr aufgestanden. Ein wichtiges Thema war die schlechte finanzielle Situation vom Kunst Bulletin. Claudia Jolles hat dieses Anliegen sehr engagiert vertreten und Ideen zur Sanierung präsentiert.

Wir hatten eine sehr unterhaltsame Rückfahrt, mit den Kunstvereins - Delegierten aus Frauenfeld und St. Er hat mich in der Schulzeit an die Kultur herangeführt. Er beschäftigt sich seit den 70er Jahren mit dem Werk von Hedwig Scherrer.

Ohne seine akribischen Forschungen und die daraus entstandenen Publikationen würde man dieses Werk heute gar nicht kennen. Bin mit meinem Bild gut vorangekommen.

Matthias Oberli führe aus, wie das SIK mit diesem wichtigen Thema umgeht und welche Hilfestellungen sie bieten können. Corinne Schatz stellte anschliessend beispielhaft den unterschiedlichen Umgang mit den Nachlässen von Hedwig Scherrer und von David Bürkler vor.

Ein gut besuchter Anlass und ein spannender Abend. Das Werk "Im Loch ist es dunkel" wird sehr schön. Die letzten Meter musste ich rennen. Ich wurde von einem extremen Gewitter überrascht und bin ziemlich durchnässt angekommen. Ich habe viele alte Freunde und Freundinnen aus der Kunstszene getroffen. Die Ausstellungen werde ich mir in Ruhe noch einmal anschauen. Ich bin im Moment intensiv am malen. Ich arbeite an einem aufwändigen Selbstportrait. Ein schöner und ruhiger Sonntagmorgen mit einem ausgiebigen Gartenrundgang.

Ich hoffe das wird auch in Zukunft so bleiben. Im Nachbarsgarten sind am Freitag riesige Visiere für einen Wohnblock aufgebaut worden. Das gibt sicher noch viel zu diskutieren und zu entscheiden. Am Nachmittag sind wir zum Sitterwerk gefahren.

Es werden Drucksachen von Urs Lüthi ausgestellt. Es war schön Urs wieder einmal zu sehen und über alte Zeiten zu plaudern. Es waren auch einige gemeinsame Freunde aus München da. Urs hat mir erzählt, dass er schon mehr als zwei Jahre Grossvater ist. Bei mir sollte es im August klappen. Vera erwartet ein Kind. Ich habe nun mit Urs abgemacht, dass wir irgendwann in naher Zukunft mit unseren Enkelkindern ein Picknick an der Isar in München machen wollen. Als Erinnerung an unser lustiges Picknick in Fontefraud Urs war damals mit seinem Hündchen an diesem Ort, um seine Einzelausstellung einzurichten.

Sein damaliger Galerist Pablo Stähli kam zur Ausstellungseröffnung mit dem kleinen Pablito nach Fontefraud und wir machten ein wunderschönes Picknick im Klostergarten. Nach dem Frühstück sind wir zum Rathaussaal spaziert. Wir konnten für unsere Versammlung den Gemeinderatsaal benutzen. Die rund 50 Künstlerinnen stellten den Antrag, dass sie unter dem Arbeitsnamen "Artedonna" eine thematische Gruppe bilden möchten.

Die Versammlung ist dann sehr engagiert abgelaufen. Es gab viele Voten zu diesem Thema. Bei der Abstimmung war dann aber alles klar. Die Delegierten haben dem Antrag zugestimmt. Das Nachmittagsprogramm zum Thema internationale Beziehungen wurde von Alex Messzmer organisiert und moderiert. Die Tessiner Gruppe hat diesen Anlass sehr gut organisiert. Heute bin ich um 10 Uhr los gefahren Richtung Art Goldau.

Dort bin ich umgestiegen in den Zug nach Lugano. Sergio wartete schon und es gab einige Aufregung weil der Zug viel weniger Wagons hatte wie üblich.

Alles war total überfüllt. Aber unsere Visarte Mitarbeitenden hatten für uns zwei Plätze verteidigt. In Lugano haben wir die Hotelzimmer bezogen und dann waren wir verabredet für eine Sitzung des Zentralvorstandes, um die Delegiertenversammlung vorzubereiten.

Am Nachmittag gab es dann eine Architekturführung durch das neue Kunstmuseum und das umliegende Quartier. Mich hat vor allem die Chiesa di S. Maria degli Angioli beeindruckt. Die flächendeckenden, dichten Malereien und der Altar dieser Kirche sind ausserordentlich. Das ist wirklich eine der eindrücklichsten Kirchen die ich je gesehen habe. Anschliessend haben wir uns eine Ausstellung angesehen von Schülerarbeiten.

Nach einem Apero hatten wir ein sehr schönes Fest mit einem feinen Nachtessen direkt am See. Weiss gedeckte Tische für rund 80 Delegierte, interessante Gespräche, guter Wein und eine nicht enden wollende Sprechperformance eines jungen Tessiner Künstlers. Ich bin dann um Mitternacht zurück ins Hotel gegangen.

Ich wollte fit sein für die Delegiertenversammlung. Heute Morgen früh habe ich die restlichen Kartoffeln im Garten eingegraben, die ich gestern nicht für meine Rösti geraffelt habe. Im letzten Jahr hatten wir eine grossartige Kartoffelernte aus unserem kleinen Garten.

Ja und dann habe ich mit der Sense die Wiese gemäht. Fühle mich wie ein Kleinbauer. Ich glaube Koni und ich haben uns im Gespräch gut ergänzt. Wir haben sehr viele Aspekte zu den unterschiedlichen Arbeitsweisen der zwei Künstler diskutiert.

Im Verlauf von diesem Gedankenaustausch ist mir vieles klarer geworden. Ein Aspekt würde mich sehr interessieren. Hodler hat ja von vielen Bildern mehrere Variationen gemalt. Vom Holzfäller soll es 15 Bilder geben. Ich würde es super finden, wenn ein Museum den Mut hätte all diese leicht variierenden Bilder zusammen auszustellen.

Ein grosser Saal mit Holzfällern, ein Anderer mit all den "Empfindungen" usw. Das Ganze hätte dann eine Wirkung wie ein Film. Bin wieder zurück aus Italien. Ich musste gestern mit dem Zug zurückfahren, weil alle Pässe ziemlich verstopft waren. Monika hatte keine Lust diesen Stress mitzumachen und ist zusammen mit Susi und Hugo in Agrano geblieben.

Das Wetter war miserabel aber es zwang mich zur Ruhe. Ich habe viel geschlafen, gelesen und gut gegessen. Ich konnte mich gut vorbereiten auf das Künstlergespräch, das heute um Am Mittag hatte ich Besuch im Atelier. Anschliessend habe ich an zwei kleinen Skulpturen gearbeitet und aus unerfindlichen Gründen haben gleich zwei Motorsägen den Geist aufgegeben.

Ich finde das ziemlich STYL-los. Monika fährt heute nach Italien und ich bin um Die Versammlung fand in der Nationalbibliothek statt. Für mich war es spannend all die Buchhändler und Buchhändlerinnen und Verleger-Innen zu sehen. Viele Verlage haben nun für mich "Gesichter" bekommen. Der Einblick in die Arbeit der Nationalbibliothek und in das riesige Archiv waren sehr eindrücklich.

In einer kleinen Ausstellung wurde von allen beteiligten Verlagen die erste Publikation präsentiert, die in den Beständen der Nationalbibliothek Eingang gefunden haben. Vom Vexer Verlag ist das der Schuber mit den zehn kleinen, im Buchdruckverfahren gedruckten und von Hand gebundene Heftchen von Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Eine grosse Freude war für mich auch die Begegnung mit Lea Rubin. Sie arbeitet im Erwerbungsdienst der Nationalbibliothek. Seit über dreissig Jahren sende ich alle Publikationen vom Vexer Verlag an sie und heute sind wir uns das erste Mal begegnet. Das ist sozusagen eine 33 jährige Fernbeziehung. Die anschliessende Bahnfahrt nach Zürich und St. Gallen mit den vielen spannenden Buchmenschen war sehr ausgelassen und lustig.

Die Literaturtage in Solothurn waren sehr anregend und intensiv. Es gab einige Höhepunkte mit für mich noch unbekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Das sommerliche Wetter hat auch zu einer sehr guten Stimmung beigetragen. Ich war sehr beeindruckt von Yael Inokai und R. Aber es gab auch wunderbare Lesungen und Arbeitsgespräche mit sehr bekannten Namen. Nach vielen Jahren habe ich auch Mariella Mehr wieder einmal getroffen.

Es ist schon speziell. Ein bisschen wie eine Klassenzusammenkunft. Das Schöne war, dass viele Begegnungen und gute Gespräche möglich waren mit wildfremden Menschen auf den Strassen und in den Beizen. Am frühen Nachmittag haben wir uns entschlossen noch nach Grenchen zu fahren, um die Ausstellung von Cecile Wick anzuschauen. Eine sehr feine und zarte Präsentation.

Der Schlenker nach Grenchen hat sich gelohnt. Es war sehr schön endlich Marc-Antoine persönlich kennen zu lernen. Die Arbeiten kenne ich seit den 80er Jahren aber begegnet sind wir uns heute das erste Mal. Das war ein wirklich beglückendes und anregendes Wochenende. Kultur belebt und tut wirklich gut. Heute heisst es schon wieder Abschied nehmen von Vera. Monika und ich fahren das erste Mal zusammen nach Solothurn an die Literaturtage. Wir haben anschliessend die Airbnb Unterkunft aufgesucht in einem Aussenquartier von Solothurn.

Eine spärlich möblierte vier Zimmer Wohnung mit Balkon in einem etwas schäbigen Wohnblock. Wir mussten uns für diese Unterkunft entscheiden weil alle Hotels ausgebucht oder überrissen teuer waren. Wir sind dann 20 Minuten zu Fuss in die Altstadt spaziert und haben gleich die ersten Lesungen genossen. Heute feierten wir den Der Vater von Monika hat den Tag sichtlich genossen. Ein wirklich schönes Familientreffen in Kriessern. Intensive Arbeitstage nach London. Ich war beschäftigt mit dem Bemalen einer Auftragsskulptur.

Der neue Arbeitsraum bewährt sich. Heute ist Vera aus Berlin angereist für unser Familienfest. Es gibt wie immer viel zu besprechen. Wir haben dann in meinem Atelier eine Bilderpräsentation vorbereitet.

Vera lagert ihre frühen Bilder bei mir. Ich finde es immer wieder spannend, Bilder nach längerer Zeit wieder neu zu sehen. Erinnerungen machen sich immer selbstständig und entfernen sich oft sehr stark von der Realität. Nach dem Frühstück im Novotel Tower Bridge Hotel haben wir uns noch einige tolle Architekturikonen angeschaut und besuchten dann die Whitchapel Gallery. Mark Dian präsentiert sehr humorvolle und aufwändige Installationen mit seinen skurrilen Sammlungen.

Der teilweise bissige Humor hat mich überrascht und im Nachhinein habe ich auch die Ausstellung im Kunstmuseum St. Bei dieser Art Kunst ist es dann aber halt schnell einmal ein Witz zu viel. Das zeigte sich spätestens im Buch Shop bei den nicht enden wollenden Buchtiteln von Dian. Ja und dann ab zum Flughafen. Schönes Wetter, guter Flug, weiche Landung und um Frische Salate aus dem Garten und eine Bratwurst vom Grill.

Galler Leben ist auch nicht ohne. Den ganzen Tag herumflaniert. Am Vormittag besuchten wir einige Ausstellungen. Eine beängstigende und fantastische Anfangs- und Endzeitstimmung aus einer Kinderperspektive heraus gesehen. Ich habe keine Ahnung was Küchenglas ist Nun habe ich gelesen, dass Rachel Howard die Topassistentin von Damian Hirst war und dass sie seine bekannten Punktebilder gemalt hat.

Nun züchtet sie Schafe und malt ihre eigenen Bilder. Gestische, dichte Malereien, mit Motiven aus Photo-Magazinen des Die Werke stammen aus der Murderm Collection. Die Ausstellungsräume sind wirklich wunderschön. Teilnehmenden Betrieben winken zudem staatliche Zuschüsse. Sie setzt noch ein Stück früher an als die Einstiegsqualifizierung.

Jugendliche ohne Abschluss haben zunächst die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen, sich zu orientieren und auch praktische Kenntnisse zu verbessern. Auch ein Betriebspraktikum ist vorgesehen, bei dem sich die Betriebe ein eigenes Bild vom Bewerber machen können. Auch hier ist das vorrangige Prinzip, einen direkten Kontakt zwischen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz und den Unternehmen herzustellen. Das sechsmonatige Projekt beginnt für den Teilnehmer mit einer Orientierungsphase, in der er möglichst viele Berufsbilder kennenlernt und in verschiedene Betriebe hineinschnuppert.

Danach folgt ein Qualifizierungspraktikum , das über das Joblinge-Netzwerk organisiert wird, und ein mögliches Bewerbungspraktikum. Ehrenamtliche Mentoren stehen den Jugendlichen zur Seite. Die Initiatoren werben mit einer Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt von angeblich 70 Prozent. Aber auch nicht komplett hoffnungslos, unter anderem aus diesen zwei Gründen …. Die Zahlen belegen die Richtigkeit dieser Gleichung.

Der Anteil der Realschüler blieb in diesem Zeitraum ungefähr gleich von 43 auf 42,7 Prozent , die Quote der Hauptschüler sank dagegen klar von 33,1 auf 26,7 Prozent. Der Anteil der jungen Leute, die ohne Hauptschulabschluss einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, sank ebenfalls.

Im Jahr waren von allen neuen Azubis 3,5 Prozent ohne Schulabschluss. Diese ohnehin niedrige Quote verringerte sich in den vergangenen Jahren noch weiter auf 2,8 Prozent im Jahr Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Schulabbrecher denkbar klein. Aber, und das ist der Silberstreif am Horizont: Völlig chancenlos sind sie damit keinesfalls! Von den insgesamt Dass der Arbeitsmarkt regional sehr unterschiedlich ist, dürfte allgemein bekannt sein.

Hier haben 5,2 Prozent aller Menschen, die einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben, keinen Hauptschulabschluss — deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt.

Die regionalen Diskrepanzen haben verschiedene Gründe: Zum einen spucken die Schulsysteme der Länder unterschiedlich hohe Quoten an Abiturienten, Real-, Hauptschülern und eben Schulabbrechern aus. Auch die demographische Entwicklung ist in den Bundesländern unterschiedlich, das Angebot an Arbeitskräften, die Wirtschaftsstruktur ohnehin. Für Lehrstellensuchende ohne Abschluss daher der Tipp: Wenn es in der Herkunftsregion keine Ausbildungsangebote gibt, gerne die Fühler in andere Regionen ausstrecken.

Vor allem die östlichen Bundesländer bieten mitunter bessere Perspektiven — unter anderem aufgrund der geringeren Konkurrenz. Betrachtet man die absoluten Zahlen, dann weist Nordrhein-Westfalen die meisten Lehrstellen für Zeugnislose vor.

Zwischen Rhein und Ruhr haben immerhin 3. In manchen Berufen sind die Chancen für Schulabbrecher besser als in anderen. Bewerben Sie sich lieber nicht um den Ausbildungsplatz als Bankkaufmann , sondern eher als Verkäufer oder Hauswirtschafter. Insbesondere in der Hauswirtschaft ist ein Schulzeugnis keine Einstellungsvoraussetzung.